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Slalom-Ass Straßer weit zurück
Linus Straßer hob im Flockenwirbel von Bormio ratlos die Schultern. 2,35 Sekunden Rückstand auf die Spitze nach dem ersten Lauf des olympischen Slaloms - das war so gar nicht nach dem Geschmack des WM-Dritten. Als Zwölfter vor dem Finale (13.30 Uhr/ZDF und Eurosport) braucht der Münchner Ski-"Löwe" im Kampf um die Medaillen wohl ein kleines Wunder. Stolze 1,41 Sekunden trennen ihn vom "Stockerl".
"Ich bin nicht so schlecht gefahren", sagte Straßer im ZDF, und "würde selber gerne wissen, wo ich das Tempo verloren habe. Kurssetzung, Hang - das ist keine einfache Kombination. Man könnte mich noch zehnmal runterfahren lassen, und ich wüsste nicht wie. Solche Rennen sind immer ein bisschen frustrierend."
Am besten zurecht mit den schwierigen Sichtverhältnissen kam der Norweger Atle Lie McGrath. Der Vizeweltmeister und Weltcup-Führende profitierte von seiner Startnummer eins und zauberte die überlegene Bestzeit in den Schnee. Weltmeister Loic Meillard (Schweiz) auf Rang zwei hat bereits 0,59 Sekunden Rückstand. Dritter ist der Österreicher Fabio Gstrein (+0,94), der als Zwölfter und damit unmittelbar vor Straßer auf die Strecke gegangen war.
Die kniffligen Bedingungen mit schlechter Sicht brachten einige Top-Athleten früh um jede Chance: Brasiliens Riesenslalom-Olympiasieger Lucas Braathen schied ebenso aus wie Paco Rassat (Frankreich), der Triumphator von Gurgl und Adelboden, oder Kitzbühelsieger Manuel Feller aus Österreich. Von den Top 30 kamen elf nicht ins Ziel, auch Fabian Gratz (Nummer 46) scheiterte.
Straßer und Olympia - das ist keine Liebesbeziehung. Daran änderte auch Team-Silber 2022 nichts. Seine Premiere 2018 war ein einziger Krampf, vier Jahre später hatte er im Slalom eine Medaille vor Augen und wurde Siebter. In Bormio klagte er nach der Team-Kombination über den "leichtesten Slalom-Hang, den ich je auf diesem Niveau gefahren bin. Das hier kann gefühlt jeder."
Mehr als an der vermeintlich fehlenden sportlichen Herausforderung stört sich Straßer aber am öffentlichen Fokus auf Medaillen, an der mangelnden Bereitschaft, die Leistung auch hinter einem vierten Platz zu würdigen. "Von den Emotionen her", sagte er, "bin ich da eher bei Kitzbühel, Schladming, Wengen, Adelboden" - den Klassikern.
Und doch: Tief in ihm drin schlummert irgendwo ein Olympia-Fan. "Der kleine, freche Linus hat immer davon geträumt", sagte der 33 Jahre alte Slalomspezialist, "allein dem bin ich es schuldig", alles zu geben.
Und so stürzte er sich auf die Pista Stelvio, sprang wild entschlossen in die Tore. Doch das Ziel, an der Schlüsselstelle Ausfahrt Steilhang "die goldene Mitte zwischen Linie und Speed" zu finden, misslang.
G.Haefliger--VB