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Chef der AfD-Jugend interessierte sich früher für die Linkspartei
Der Chef der AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland (GD), Jean-Pascal Hohm, hat sich früher für die Linkspartei interessiert. Als Jugendlicher sei er Gast bei Stammtischen der Linken in Brandenburg gewesen, sagte Hohm der "Zeit". Als 16-jähriger Schüler habe er eine linke Landratskandidatin gewählt und sei 2013 zu Treffen der Linkspartei in Rangsdorf gegangen.
Die Linke bestätigte laut "Zeit", dass es damals Treffen der Partei in diesem Ort gab. Bald jedoch habe ihm die Dynamik gefehlt, sagte Hohm der Wochenzeitung. Die Mitglieder seien ihm zu rückwärtsgewandt gewesen und hätten zu viel "Sowjet-Nostalgie" verbreitet.
Kurz habe er überlegt, bei dem Satireprojekt Die Partei einzusteigen, doch dann entstand die AfD. Mit 17 Jahren trat Hohm im April 2014 dort ein und gründete die mittlerweile wieder aufgelöste Junge Alternative (JA) in Brandenburg mit. Die JA wurde vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Ende November 2025 wurde in Gießen die Nachfolgeorganisation Generation Deutschland gegründet.
Der 28-Jährige vom rechten Rand der AfD führt seitdem den Nachwuchsverband an. Der Verfassungsschutz in Brandenburg hat Hohm schon lange auf dem Schirm. Im Einstufungsvermerk seines gesichert rechtsextremistischen brandenburgischen Landesverbands wird er dutzendfach namentlich erwähnt und mit migrationsfeindlichen und völkischen Thesen zitiert.
1997 im brandenburgischen Ludwigsfelde südlich von Berlin geboren, sei er in "Hochburgen des Rechtsextremismus politisch sozialisiert" worden, schreibt der Verfassungsschutz. Dort sei er noch immer "persönlich vernetzt" und nehme "an einer rechtsextremen Subkultur" teil.
L.Meier--VB