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Bergarbeiter vor Energieministerium in Ankara beenden ihren Streik
Nach neun Tagen im Hungerstreik haben dutzende Bergarbeiter in der Türkei ihre Protestaktion vor dem Energieministerium in Ankara beendet. "Die meisten Kollegen haben ihr Gehalt bekommen, wir beenden ab heute unseren Streik", sagte Gewerkschaftsführer Gökay Cakir am Dienstag nach einem Treffen im Innenministerium. Demnach wurde ein entsprechender Vertrag mit dem Arbeitgeber geschlossen.
Die rund hundert Bergarbeiter hatten mit nacktem Oberkörper und gelben Schutzhelmen auf dem Kopf wegen ausstehender Löhne protestiert. Mit ihrer Demonstration wollten die Männer durchsetzen, von der Regierung angehört zu werden. Nach eigenen Angaben waren sie "fünf oder sechs Gehälter im Rückstand".
Die Arbeiter eines Braunkohlebergwerks des Unternehmens Doruk Mining waren zu Fuß aus der Nachbarprovinz Eskisehir in der Zentraltürkei nach Ankara gekommen. In der Türkei stieß der Protest auf großes Mitgefühl. In dem Land wird rund ein Drittel des Stroms durch Kohle produziert. Hinzu kommt, dass Bergarbeiter im Februar 2023 bei dem verheerenden Erdbeben mit über 53.000 Toten in der Südtürkei geholfen und zahllose Menschen mit ihren Schaufeln aus den Trümmern ihrer Häuser geborgen hatten.
M.Betschart--VB