-
Mindestens 38 Tote bei schwerem Erdbeben in Indonesien
-
Nach Jugendprotesten: Indiens Premier verspricht Gratis-Nachhilfe und KI-Kurse
-
Waldbrand im Hohen Venn: Fast 850 Hektar in Belgien nahe deutscher Grenze zerstört
-
Bis zu 45 Grad: Verdi-Befragung zeigt extreme Hitzebelastung in Pflegeheimen
-
Mit Medaille vor Augen: Geher Köpp disqualifiziert
-
Billigairline Easyjet streicht wegen Streiks in Frankreich rund 100 Flüge
-
Merz telefoniert mit Landrat von Waldbrandgebiet in NRW
-
Großer Waldbrand in Nordrhein-Westfalen hat sich über Nacht nicht ausgebreitet
-
Rettungsdienste: Zahl der Todesopfer bei Erdbeben in Indonesien steigt auf 20
-
"War mein Traum": Varfolomeev will nach Mehrkampf-Gold mehr
-
FC Bayern: Tah arbeitet WM-Desaster auf besondere Art auf
-
Große Ziele: Goldjunge Ansah hat noch viel vor
-
Köhler nach EM-Silber: "Am liebsten mit Champagner anstoßen"
-
Jahrestag der Kapitulation: Japans Verteidigungsminister besucht umstrittenen Schrein
-
Schweres Erdbeben in Indonesien - Tausende Menschen fliehen wegen Tsunami-Warnung
-
Trump will Straße von Hormus zu US-Territorium erklären - Iran widerspricht
-
Immer mehr Brände in Deutschland: Forstwirtschaftsrat fordert Waldumbau
-
Niedrigwasser: Deutsche Bahn will alte Güterwaggons wieder in Betrieb nehmen
-
Nach Dialogrunde: Mehr als 130 politische Gefangene in Venezuela freigelassen
-
Bauarbeiter finden in Belgien Gold im Wert von neun Millionen Euro
-
Entwarnung bei Waldbrand in Rheinland-Pfalz: Feuer ist unter Kontrolle
-
Wechsel zu Hornets: 12. NBA-Station für Schröder
-
Silber im Ring: Craft holt nächste Diskus-Medaille
-
19,95 Sekunden: Ansah stürmt zu EM-Gold über 200 Meter
-
Trump: Werde Straße von Hormus "bald" zum US-Territorium erklären
-
Unbestimmte Auszeit: Siegemund verzichtet auf US Open
-
"Das war erst der Anfang": Hürdenläufer Agyekum gewinnt EM-Silber
-
40 Jahre nach Schmid: Hürdenläufer Agyekum gewinnt EM-Silber
-
Trump weist Bedenken wegen Bedingungen auf US-Flugzeugträger zurück
-
RSG-WM: Varfolomeev holt Gold im Mehrkampf
-
Schuldbekenntnis: Luigi Mangione gesteht tödliche Schüsse auf US-Versicherungschef
-
Kiel verdirbt Rapp die Rückkehr mit St. Pauli
-
Masters in Cincinnati: Altmaier und Hanfmann in Runde zwei
-
Gose schwimmt erneut zu Silber - Werner zu Bronze
-
Masters in Cincinnati: Altmaier kämpft sich in Runde zwei
-
Amazon-Gründer Bezos steigt mit Investorengruppe bei FC Liverpool ein
-
Radprofi Tarling stirbt nach Unfall bei Portugal-Rundfahrt
-
Schwimm-EM: Köhler holt Silber über 100 m Schmetterling
-
Mord an US-Versicherungschef: Schütze gesteht tödliche Schüsse
-
Gruppe um Bezos steigt beim FC Liverpool ein
-
Trump ruft im Streit um Ballsaal-Projekt den Obersten Gerichtshof an
-
Reit-WM: Hemmer holt Bronze vor Werth - Fry Weltmeisterin
-
Toter bei Waldbrand in Kroatien - Hunderte Menschen in Griechenland evakuiert
-
Trump zieht in Streit um seinen Ballsaal vor den Supreme Court
-
Urlaubsfotos von Macron auf Jetski lösen unter linken Politikern Empörung aus
-
Großer Waldbrand in Nordrhein-Westfalen: Fast 2000 Menschen fliehen vor Flammen
-
SPD-Politikerin Klose für Übergangszeit bei "Rente mit 63" - Widerspruch aus CDU
-
Wind dreht sich: Waldbrand bei Hürtgenwald weiter nicht unter Kontrolle
-
Französischer Verfassungsrat kippt Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige
-
Brände in Ferienregionen in Kroatien und Griechenland: Mehr als 2000 Menschen evakuiert
Zehntausende nehmen Abschied am Sarg von Papst Franziskus im Petersdom
Zwei Tage nach dem Tod von Papst Franziskus haben die ersten Gläubigen im Vatikan am offenen Sarg Abschied von ihm genommen. Zehntausende Menschen strömten am Mittwoch zum Petersdom, wohin der Leichnam des Pontifex am Morgen in einer feierlichen Zeremonie überführt worden war und wo er bis Freitagabend aufgebahrt bleibt. Am Samstag wird Franziskus beigesetzt, die Behörden rechnen mit bis zu 170 ausländischen Delegationen und hunderttausenden Besuchern aus aller Welt.
Bevor um 11.00 Uhr die Türen des Petersdoms öffneten, erstreckte sich bereits eine lange Schlange von Pilgern und Touristen über den Petersplatz. Nach Behördenangaben standen schätzungsweise 20.000 Menschen an. Am Nachmittag betrug die Wartezeit mehr als vier Stunden. Im Dom standen die Besucher in Reihen von etwa zehn Menschen im Mittelgang und schoben sich langsam in Richtung Sarg.
"Wir wollten einem der bescheidensten Päpste danken", sagte die Medizinstudentin Francisca Antunes der Nachrichtenagentur AFP beim Verlassen des Petersdoms. "Es hat sich toll angefühlt, da drinnen zu sein."
"Ich bin gekommen, um mich von einem großartigen Mann zu verabschieden. Er hat sich für das Volk eingesetzt", sagte Simonetta Marini, Rentnerin aus Rom. Die Menschenmassen seien der Beweis für die Bewunderung für Franziskus, dessen Menschlichkeit und Einsatz für die Benachteiligten dazu beigetragen habe, die katholische Kirche auf einen inklusiveren Weg zu führen, sagte sie.
Vincenza Nocilla, eine 67-jährige pensionierte Krankenschwester aus Formia südlich von Rom, war um 4.00 Uhr morgens aufgebrochen, um unter den Ersten zu sein. Es sei "wirklich bewegend" gewesen - allerdings sehr kurz: "Man darf nicht lange bleiben. Man geht vorbei, sagt schnell hallo und geht wieder."
Laut dem Vatikan wurde aufgrund des großen Andrangs erwogen, die Kathedrale länger als geplant geöffnet zu halten. Eigentlich war eine Schließung um Mitternacht vorgesehen.
Franziskus' Leichnam ist in einen mit rotem Samt ausgeschlagenen Sarg gebettet. Er trägt ein päpstliches Gewand und hält einen Rosenkranz zwischen den Fingern. Drei Tage lang wird er so unter der von Michelangelo bemalten Kuppel ruhen. Am Freitagabend um 20.00 Uhr wird der Sarg dann geschlossen.
Am Mittwochmorgen war der Leichnam des Papstes in einer feierlichen Zeremonie unter Anteilnahme tausender Menschen von der päpstlichen Residenz Santa Martha in den Dom zum Papstaltar unter dem Baldachin des Barock-Baumeisters Gian Lorenzo Bernini getragen worden. Während die Totenglocke läutete, gaben dutzende Kardinäle und Schweizergardisten dem Sarg das Geleit.
Die Trauerfeierlichkeiten finden nach einem neuen, schlichteren Ritus statt. Franziskus selbst hatte vor seinem Tod unter anderem veranlasst, dass sein Leichnam nur in einen Sarg gelegt wurde - statt wie bei früheren Päpsten in drei ineinander liegende. Zudem wird der Sarg nicht mehr erhöht auf einem Katafalk ausgestellt.
An der Wegstrecke versammelten sich zahlreiche Pilger und Touristen und spendeten dem mit 88 Jahren verstorbenen Franziskus Applaus.
Am Samstag wird Franziskus nach einer Zeremonie auf dem Petersplatz auf eigenen Wunsch als erster Papst seit mehr als einem Jahrhundert nicht im Petersdom bestattet, sondern in der päpstlichen Basilika Santa Maria Maggiore im Stadtzentrum von Rom. Seine letzte Ruhestätte soll ein Erdgrab mit der schlichten lateinischen Inschrift "Franciscus" sein.
Nach einer von ihr geleiteten Trauerfeier im Parlament begab sich auch Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni zum Sarg des Pontifex. In einer Rede im Parlament bezeichnete Meloni Franziskus als einen "entschlossenen Mann", der es Menschen leicht machte, sich in seiner Gegenwart wohlzufühlen. "Mit ihm konnte man über alles reden" - ohne Angst vor einer Beurteilung haben zu müssen, erklärte sie.
Für die Beisetzung haben zahlreiche Staatenlenker ihren Besuch angekündigt. Aus Deutschland kommen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), aus den USA Präsident Donald Trump. Auch der französische Staatschef Emmanuel Macron sowie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj haben ihr Kommen zugesagt.
Israel wird lediglich durch seinen Botschafter im Vatikan, Yaron Sideman, vertreten sein. Die Beziehungen zwischen Israel und dem Papst waren seit dem Beginn des Gaza-Krieges angespannt. Der Pontifex hatte wiederholt Kritik an der israelischen Kriegsführung geäußert.
Die italienischen Behörden bereiten sich nach Angaben von Innenminister Matteo Piantedosi auf den Besuch von 150 bis 170 ausländischen Delegationen vor. Zudem dürften hunderttausende weitere Menschen für das Papstbegräbnis nach Rom reisen. Die Zeremonie dürfte somit eine enorme logistische Herausforderung für die italienische Hauptstadt sein - auch, da der Freitag italienischer Nationalfeiertag ist.
Der gesundheitlich schwer angeschlagene Papst war am Morgen des Ostermontag in seiner Residenz Santa Martha gestorben, nachdem er am Tag zuvor noch der Ostermesse beigewohnt hatte. Als Todesursache gab der Vatikan einen "Hirnschlag" und einen "irreversiblen Herzkreislauf-Zusammenbruch" an. Der Papst war im Februar und März wegen einer schweren Lungenentzündung wochenlang im Krankenhaus behandelt worden.
Der Tod des Papstes setzte ein Verfahren nach jahrhundertealten Traditionen in Gang. Es gipfelt in der Einberufung eines Konklaves der Kardinäle zur Wahl eines Nachfolgers als Oberhaupt von weltweit rund 1,4 Milliarden Katholiken. Laut den Vatikan-Regeln muss es zwischen dem 15. und 20. Tag nach dem Tod des Papstes beginnen, also zwischen dem 5. und 10. Mai.
M.Schneider--VB