-
Copernicus: Februar 2026 brachte Rekordniederschläge in Westeuropa
-
Macron will Aufschwung der Atomenergie mit Treffen in Paris befeuern
-
Fernsehduell von Schweitzer und Schnieder vor Landtagswahl in Rheinland-Pfalz
-
Merz empfängt tschechischen Regierungschef Babis im Kanzleramt
-
Trump: Angriff auf Mädchenschule im Iran wird untersucht
-
Australien gewährt iranischen Fußballerinnen Asyl
-
Trump nennt Iran-Krieg "so gut wie" beendet - Ölpreise geben nach
-
Schweizer Reederei MSC stoppt Exporte aus der Golfregion wegen Kriegsrisiken
-
Linksgerichtete Koalition geht gestärkt aus Parlamentswahl in Kolumbien hervor
-
"Spiegel": Iranische Raketenangriffe auf Bundeswehr-Feldlager in Jordanien
-
Trump sieht Iran-Krieg "so gut wie beendet"
-
Iran-Krieg: Wadephul trifft in Zypern Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate
-
Wahl nach Machtkampf: Kreuzwieser soll TSG beruhigen
-
Frau nach Schüssen auf Rihannas Haus in Los Angeles festgenommen
-
US-Forscher: Meereisfläche in der Antarktis hat sich dieses Jahr etwas erholt
-
Freigabe von Öl-Notreserven: G7-Staaten "noch nicht soweit"
-
Trump: Australien wird iranischen Fußballerinnen Asyl gewähren
-
Kompany: "Ohne Angst" in die heiße Phase
-
Israelisches Außenministerium: Chamenei-Sohn "weiterer Tyrann" an Spitze des Iran
-
Iran-Krieg: Wadephul zu politischen Gesprächen nach Zypern gereist
-
Paris-Nizza: Kanter gewinnt zweite Etappe
-
Machtübernahme des Chamenei-Sohns: Iran setzt Angriffe fort - Ölpreise steigen massiv
-
Beschwerde abgewiesen: AfD darf in Gemeinde keine weiteren Plakate aufhängen
-
KI-Unternehmen Anthropic verklagt US-Regierung wegen Streit mit Pentagon
-
Angriff auf Schule im Iran: US-Demokraten fordern unabhängige Untersuchung
-
Holpriger Start von Prozess gegen inhaftierten Erdogan-Rivalen Imamoglu in Istanbul
-
Leiche von 71-Jähriger in Bayern entdeckt - Vermisster Ex-Ehemann gefesselt bei Täter
-
Trump "nicht glücklich" über Wahl von Chamenei-Sohn zu neuem iranischen Anführer
-
Union und SPD wollen Reformkurs fortsetzen - trotz Schlappe bei Landtagswahl
-
Mord an Flugbegleiterin vor 33 Jahren: Lebenslange Haft in Bonn
-
Eberl zu Verhandlungen mit Neuer: "Soll erst mal 40 werden"
-
77-Jährige aus Bayern übergibt falschen Polizisten mehr als hunderttausend Euro
-
15-jähriger Autofahrer durchbricht in Aachen Polizeikontrolle und flieht
-
Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy droht erneut Fußfessel
-
Nagelbombe nahe New Yorker Bürgermeisterresidenz: Polizei ermittelt wegen "Terrors"
-
Klage gegen Astrazeneca: BGH stärkt Auskunftsrechte nach vermuteten Impfschäden
-
Konflikt zwischen Israel und Hisbollah im Libanon verschärft sich weiter
-
Trump fordert von Australien Asyl für Irans Fußballerinnen
-
Nato fängt erneut Rakete aus dem Iran über türkischem Luftraum ab
-
Studie: Früherkennung trägt zu sinkenden Brustkrebssterberaten in Europa bei
-
Toter Säugling in Babyklappe in Leipzig: Mutmaßliche Mutter meldet sich
-
Baden-Württemberg: Özdemir lehnt Teilung von Amtszeit des Ministerpräsidenten ab
-
Hagel sieht "keinen Automatismus" für Koalition mit den Grünen in Baden-Württemberg
-
SPD will sich nach Wahldebakel stärker als Reformmotor profilieren
-
Syrer in Koblenz von Vorwurf der IS-Mitgliedschaft freigesprochen
-
Pistorius: Extremismus und sexualisiertes Fehlverhalten in Bundeswehr inakzeptabel
-
Lebensgefährte tötet 21-Jährige in bayerischem Dillingen
-
Merz "besorgt" wegen steigender Energiepreise - Keine Festlegung bei Tankrabatt
-
Grüne nehmen "Schwung" aus Stuttgart mit - Partei gegen geteilte Regierungszeit
-
Medien: Fünf iranische Fußballerinnen flüchten zur Polizei
Schuster fordert entschlossenes Vorgehen gegen Antisemitismus an Unis
Anlässlich des ersten Jahrestags des Hamas-Großangriffs in Israel hat der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, ein entschlosseneres Vorgehen gegen Antisemitismus an deutschen Hochschulen gefordert. Dort sehe er "dringenden und erheblichen Handlungsbedarf", sagte Schuster am Montag bei der Vorstellung eines Lageberichts zum Antisemitismus in Deutschland. Die Universitätsleitungen seien in der Verantwortung, ein entsprechendes Klima herzustellen und jüdischen Studierenden und Lehrenden einen "gefahrlosen Aufenthalt" zu gewährleisten, sagte Schuster.
Zudem kritisierte Schuster, dass Gerichte in Deutschland nicht konsequent genug gegen Antisemitismus vorgingen. "Ich habe die Empfindung, dass die Justiz nicht den ganzen Strafrahmen bei antisemitischen Straftaten ausschöpft", sagte Schuster.
Vor genau einem Jahr waren bei dem Großangriff der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas nach israelischen Angaben rund 1205 Menschen getötet worden. Zudem verschleppte die Hamas 251 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen. 97 der Geiseln werden weiterhin festgehalten, 34 von ihnen sind nach Einschätzung der israelischen Armee tot.
Infolge des durch den Angriff ausgelösten Krieges im Gazastreifen gab es auch in Deutschland massive anti-israelische Demonstrationen und antisemitische Vorfälle. Laut Schuster waren diese in den vergangenen zwölf Monaten "an der Tagesordnung". Er sprach von einer "Explosion von antisemitischen Straftaten". Schuster beklagte nun: "Es gibt kaum einen Anlass, um an eine Verbesserung der Situation zu denken."
Am ersten Jahrestag des 7. Oktober forderte der Zentralratspräsident auch, dass Antisemitismus klar als solcher benannt wird. "Wer an einem solchen Tag nicht in der Lage ist, wenigstens ein Stück Empathie für Jüdinnen und Juden, für die Menschen Israels zu empfinden, wird es nie tun und hat in meinen Augen ein gewaltiges Problem", sagte Schuster. "Und wenn wir das in Deutschland nicht klar benennen und erkennen, dass es diese Menschen unter uns gibt, haben wir alle ein gewaltiges Problem."
Der Lagebericht des Zentralrats zum Thema Antisemitismus hatte in den jüdischen Gemeinden in Deutschland unter anderem eine hohe Zunahme von antisemitischen Vorfällen und weiterhin erhebliche Sorgen um die Sicherheit identifiziert. Viele Jüdinnen und Juden zögen sich daher aus den Gemeinden zurück und zeigten ihren Glauben nicht mehr sichtbar in der Öffentlichkeit. "Die Gemeinden sind am Limit - personell, emotional und organisatorisch", sagte Schuster. "Das Ergebnis ist in meinen Augen erschütternd."
Der Geschäftsführer des Zentralrats, Daniel Botmann, kündigte bereits ein "erweitertes Sicherheitsprogramm" für die Gemeinden an. Zudem müsse der Zentralrat seine Stimme als gesellschaftlicher Akteur weiter erheben und in die Mitte der Gesellschaft tragen. "Wir müssen die Diskussion über den Rückzug der jüdischen Gemeinschaft genau dort führen", sagte Botmann. "Wenn wir es nicht tun, dann wird es irgendwann kein öffentliches jüdisches Leben mehr in Deutschland geben", warnte Botmann.
O.Schlaepfer--VB