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Stiftung Warentest: Wechsel von Filialbank zu Neobroker kann sich lohnen
Wer von einer Filialbank zu einem Neobroker wie Traderepublik, Smartbroker Plus oder Scalable wechselt, kann viel Geld sparen: Laut Stiftung Warentest sind Filialbanken bis zu 814 Euro teurer. Sie betonte am Mittwoch aber, Anlegerinnen und und Anleger sollten nicht nur auf die Kosten achten. Wichtig sei das Gesamtangebot, etwa Sparpläne oder die Zahl der Handelsplätze. Und es gibt demnach auch sehr günstige Filialbanken.
"Für Einsteiger bieten die günstigen Brokerangebote die Chance, ohne große fixe Kosten die ersten Schritte mit Wertpapieren zu wagen", erklärte Stefan Fischer, Diplom-Volkswirt und Leiter der Untersuchung von Stiftung Warentest. Geprüft wurden 42 Depotangebote von bundesweiten Filialbanken, Direktbanken und Neobrokern, die auf stark automatisierte Prozesse setzen und daher oft kostenlos oder sehr günstig sind.
Die Tester berechneten die Gesamtkosten anhand von vier Modelldepots - ein kleines Depot mit 12.000 Euro und einer Order im Jahr, ein kleines Depot mit monatlichem 50-Euro-Sparplan, ein mittleres mit 50.000 Euro und zwölf Orders pro Jahr sowie ein großes mit 150.000 Euro und vier Transaktionen. Dabei wurden die Kosten am jeweils günstigsten Handelsplatz des Anbieters ermittelt.
Vier Neobroker berechnen für alle Modelldepots gar keine Kosten, vier weitere sind sehr günstig. Allerdings gab es vor allem bei Neobrokern im vergangenen Jahr auch Beschwerden bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), insbesondere zu Problemen beim Depotübertrag oder bei der Ausführung von Aufträgen, erklärte Stiftung Warentest.
Das teuerste Depot im Test, das Commerzbank Klassikdepot, kostete beim mittleren Depot 814 Euro im Jahr. "Überrascht haben uns allerdings vier Filialbanken beim Sparplan. Sie führen ihn für zwölf Euro oder weniger im Jahr aus", teilte Fischer mit. "Damit liegen sie in dem Bereich, den die Stiftung Warentest als günstig ansieht."
F.Wagner--VB