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Tagelange Demonstrationen in Irland: Regierung lädt zu Treffen zur Spritpreiskrise
In Irland protestieren Landwirte und das Speditionsgewerbe seit Tagen wegen der hohen Spritpreise und fordern staatliche Hilfen - die Regierung kündigte für Freitag ein Treffen mit Interessensvertretern an. Die Mineralölwirtschaft des Landes warnte vor Versorgungsengpässen, 100 Tankstellen vor allem im Westen Irlands hätten wegen Panikkäufen keinen Kraftstoff mehr. Die Polizei warnte, die Proteste seien in Blockaden ausgeartet, die Versorgung mit Lebensmitteln, Kraftstoffen, Wasser und Tierfutter sei "in Gefahr".
Die Demonstrationen hatten am Dienstag begonnen. Teilnehmer blockierten teilweise die einzige Raffinerie Irlands und schränkten die Zufahrt zu zwei Kraftstofflagern ein. In der Hauptstadt Dublin sorgten Demonstrationen für Verkehrschaos. Die Forderungen reichten von einer Senkung der Energiesteuern, einem Preisdeckel oder der Förderung von Ölvorkommen vor der Küste Westirlands.
Die irische Polizei kritisierte am Donnerstag, die Blockaden seien "nicht hinnehmbar" und gegen das Gesetz. Die Armee wurde in Alarmbereitschaft versetzt, um notfalls bei einer Räumung von Blockaden zu helfen, wie Verteidigungsministerin Helen McEntee sagte.
Bei dem Treffen am Freitag sind Vertreterinnen und Vertreter von zehn Verbänden eingeladen, die Landwirtschaft, Lohnunternehmen und Speditionen vertreten. Die Regierung hatte bereits im März ein 250-Millionen-Pfund-Paket angekündigt, um die Spritpreise zu senken, vor allem einen Dieselrabatt für Transporteure.
J.Sauter--VB