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Südamerikaner unterstützen mögliche Infantino-Wiederwahl
Gianni Infantino wird vom südamerikanischen Fußballverband für eine mögliche weitere Amtszeit als FIFA-Präsident unterstützt. Als erster Verband sprach sich die CONMEBOL öffentlich für eine Wiederwahl des Schweizers im kommenden Jahr aus, dieser Vorstoß sei "einstimmig" im Council beschlossen worden, hieß es. Infantino hat bislang noch nicht offiziell bestätigt, dass er erneut kandidieren wird.
"Vielen Dank für Ihr unermüdliches Engagement für die Entwicklung des südamerikanischen Fußballs und für Ihre globale Führungsrolle", sagte CONMEBOL-Präsident Alejandro Dominguez nach einer Sitzung am Donnerstag: "Wir schätzen Ihre Verbundenheit mit unserer Region und Ihre Vision, diesen Sport weltweit weiterzuentwickeln, sehr."
Der Vorstoß aus Südamerika erfolgt womöglich auch vor dem Hintergrund der Debatte um eine mögliche Aufstockung der WM 2030 auf 64 Teams. Das Turnier findet in Spanien, Portugal und Marokko statt, dazu werden drei Spiele zum Auftakt in Paraguay, Uruguay und Argentinien ausgetragen.
Aufgrund des 100. Jubiläums der ersten WM 1930 in Uruguay sprachen sich bereits mehrere Vertreter aus Südamerika für die Idee eines 64er-Turniers aus, um weitere Partien auf dem eigenen Kontinent ausrichten zu können. Infantino schien der Überlegung bei einem Treffen mit Vertretern aus der Region im September des Vorjahres offen gegenüberzustehen.
Infantino war 2016 auf Joseph Blatter an der FIFA-Spitze gefolgt. 2019 und 2023 wurde er jeweils ohne Gegenkandidaten wiedergewählt. Durch eine Statutenänderung, die das Council des Weltverbandes um DFB-Chef Bernd Neuendorf vor vier Jahren beschloss, kann Infantino bis 2031 im Amt bleiben. Der 56-Jährige, unter dessen Führung die FIFA Rekordeinnahmen verzeichnet, hat seine Macht im Weltverband ausgebaut und gefestigt.
Zuletzt stand Infantino insbesondere aufgrund seiner engen Beziehung zum US-Präsidenten Donald Trump in der Kritik. Diese brachte ihm eine Beschwerde der Organisation Fair Square aufgrund möglicher Verstöße gegen die politische Neutralität bei der hauseigenen Ethikkommission ein. Aus den FIFA-Mitgliedsverbänden ist dagegen keine Kritik an Infantino zu vernehmen.
T.Suter--VB