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Umwelthilfe kritisiert "Einweg-Müllflut" bei Supermärkten und Discountern
Supermärkte und Discounter müssen laut der Deutschen Umwelthilfe (DUH) mehr zur Vermeidung von Verpackungsmüll tun. Wie die DUH am Donnerstag mitteilte, ergab eine Stichprobe in 48 Filialen von zwölf Supermarkt-, Discounter- und Biomarktketten, dass Supermärkte und Discounter "unnötig viel Verpackungsmüll" verursachen - etwa bei Obst und Gemüse. "Zufriedenstellend" schnitten demnach nur die Biomärkte ab.
Die DUH kritisierte, dass Supermärkte und Discounter in den untersuchten Filialen "selbst die einfachsten Maßnahmen für weniger Müll" häufig nicht umsetzten. So hätten die Tester etwa bei Obst und Gemüse festgestellt, dass "sogar robuste Standardprodukte wie Karotten, Äpfel oder Paprika häufiger in Einweg verpackt als unverpackt angeboten wurden". Außerdem gebe es zu viele unökologische Einweg-Verpackungen bei Getränken statt regionaler Mehrwegflaschen. Die "Einweg-Müllflut" sei umwelt- und klimaschädlich, kritisierte die DUH.
"Unser Verpackungscheck zeigt eindeutig: Das Prinzip Freiwilligkeit ist bei der Müllvermeidung im Handel krachend gescheitert", erklärte die stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz. Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) müsse nun "so schnell wie möglich handeln und verbindliche gesetzliche Vorgaben machen", forderte Metz. Nötig sei eine Halbierung des Verpackungsmülls bis 2025 und eine zusätzliche Einweg-Abgabe von mindestens 20 Cent auf Einweg-Plastikflaschen, Dosen und Getränkekartons. Denn Einwegverpackungsmüll zu produzieren, müsse teurer werden und dürfe sich "nicht lohnen".
M.Odermatt--BTB