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Traum von Titelverteidigung geplatzt: Maria scheitert an Rybakina
Tatjana Maria kämpfte beherzt und setzte Jelena Rybakina mit ihrem variantenreichen Spiel lange zu - doch es reichte nicht ganz gegen die Weltranglistenzweite aus Kasachstan. Maria musste ihren Traum von der Titelverteidigung im Londoner Queen's Club mit einer 7:6 (7:4), 5:7, 0:6-Niederlage im Achtelfinale gegen die einstige Wimbledonsiegerin aufgeben und rutscht damit aus den Top-100 in der Weltrangliste.
Maria, die sich über die Qualifikation ins Hauptfeld gekämpft hatte, erwies sich im ersten Satz schnell als unangenehme Herausforderin für die topgesetzte Rybakina. Im Vorjahr hatte sie die Kasachin im Viertelfinale bezwungen, nun brachte die zweifache Mutter aus Bad Saulgau die Favoritin erneut immer wieder aus der Komfortzone. Maria schnappte im Tiebreak zu gegen Rybakina, die 2022 beim Klassiker in Wimbledon und in diesem Jahr bei den Australian Open triumphiert hat.
Auch im zweiten Satz blieb es ein enges Duell. Rybakina hatte Vorteile, wenn sie ihre Power ausspielen konnte, leistete sich aber auch viele Fehler. In der Crunchtime legte die gebürtige Moskauerin dann zu. Der entscheidende Durchgang war eine klare Angelegenheit.
Im Vorjahr hatte die einstige Wimbledon-Halbfinalistin Maria im Alter von 37 Jahren als Qualifikantin im Queen's Club sensationell den größten Titel ihrer Karriere gefeiert. Dennoch verzichteten die Veranstalter darauf, der Weltranglisten-52. in diesem Jahr eine Wildcard zu erteilen, was ihr Ehemann und Trainer, Charles-Édouard Maria, im Vorfeld des Turniers in der britischen Presse deutlich kritisierte.
F.Mueller--VB