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Bei Riera um die Ecke: Hütter-Verpflichtung auf Mallorca
Adi Hütter verriet gleich zu Beginn seiner Vorstellung die Ironie der Geschichte: Seine Verpflichtung als neuer Trainer des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt wurde auf Mallorca klargemacht - der Heimat seines Kurzzeit-Vorgängers Albert Riera. Nach einem Gespräch mit dem Frankfurter Sportvorstand Markus Krösche auf der Ferieninsel war die Rückkehr des Österreichers an den Main perfekt.
"Ich hatte Angebote aus anderen Topligen, aber es war dann klar, dass ich wieder nach Frankfurt wollte", berichtete der 56-Jährige am Montag: "Ich bin emotional sehr berührt. Als ich am Sonntagabend angekommen bin und vom Hotel die Skyline gesehen habe, habe ich gedacht: 'Adi, das ist der richtige Platz für dich.' Ich habe das Gefühl, hierher zu gehören."
Hütter kehrt nach fünf Jahren zur Eintracht zurück. Der Coach unterzeichnete einen Vertrag bis Sommer 2029 und übernimmt als Nachfolger des gescheiterten Riera. Hütter hatte die Hessen bereits von 2018 bis 2021 trainiert und dabei unter anderem das Halbfinale in der Europa League und im DFB-Pokal erreicht.
Nach seiner ersten Amtszeit hatte Hütter die Hessen Richtung Borussia Mönchengladbach verlassen, was für Unmut in Frankfurt gesorgt hatte. Für die Art und Weise entschuldigte sich Hütter am Montag noch einmal. Zuletzt war Hütter für die AS Monaco tätig, die er zweimal in die Champions League führte. Seit seiner Entlassung im Oktober 2025 war er vereinslos.
Riera hatte die Eintracht Anfang Februar nach dem Rauswurf des langjährigen Trainers Dino Toppmöller übernommen. Die vergangene Bundesliga-Saison schloss Frankfurt auf Rang acht ab und verpasste erstmals seit sechs Jahren die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb.
"Wichtig ist, dass man das Bestmögliche aus dem Kader herausholt", sagte Hütter: "Unsere Identität muss Intensität sein. Wir wollen junge Spieler weiterentwickeln, hart arbeiten und begeisternden Fußball spielen. Ich habe ambitionierte Ziele. Die Zielsetzung muss sein, um internationale Plätze zu spielen, aber wir müssen auch smart sein."
Seinen Ruf als "harten Hund" relativierte Hütter. "Ich bin nicht der Freund der Spieler, aber ich bin weit davon entfernt, der Gegner der Spieler zu sein. Ich möchte ein Ansprechpartner und eine Vaterfigur sein", erklärte der Trainer: "Ich kann schon sehr hart sein, aber es geht dabei um Disziplin, wir müssen mehr tun."
A.Kunz--VB