-
Neuer Apple-Chef Ternus stellt erstmals Produkte vor
-
Vor Kongresswahlen: Republikaner halten Parteitag in Dallas ab
-
Norwegischer König Harald V. wird in Oslo feierlich beigesetzt
-
EU-Kommission stellt Rechtsrahmen für Vorgehen gegen Kurzzeitvermietungen vor
-
Ministerin Bär zu internationalem Raumfahrt-Treffen in Paris erwartet
-
Digitalminister stellt Namen der digitalen Brieftasche vor
-
EU-Ratspräsident Costa erörtert mit Merz in Berlin Themen wie den EU-Haushalt
-
Generaldebatte im Bundestag in für Regierung schwierigen Zeiten
-
Trump begrüßt AfD-Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt als "wirklich großen Abend"
-
Rubio will "natürliche Beziehungen" zwischen USA und Kolumbien erneuern
-
LIV stellt Insolvenzantrag: "Weiterentwickeln und verbessern"
-
US-Gericht stoppt Weitergabe von Migranten-Steuerdaten an ICE
-
Real startet mit Sieg - auch City erfolgreich
-
Bangen um Karetsas: BVB-Sieg von Sorge überschattet
-
Historischer Erfolg: DBB-Frauen stehen im WM-Viertelfinale
-
Kreislaufprobleme: Karetsas auf Trage vom Platz gebracht
-
Goldrausch bei Para-EM: Titel für Semechin, Engel und Böttcher
-
Nächster BVB-Ausfall: Karetsas auf Trage vom Platz gebracht
-
Serbien: Vucic kündigt Parlamentswahl für den 25. Oktober an
-
Netanjahus Büro weist Bericht über Warnung vor Hamas-Angriff im Oktober 2023 zurück
-
Dritter Titel rückt näher: Sabalenka nach Krimi im Halbfinale
-
Experten fordern Änderungen an Social Media statt Verbot
-
Bürgermeister: New York verheimlichte nach 9/11-Anschlägen giftige Luft
-
Zwölf Länder des Westens wollen Handel mit israelischen Siedlungen sanktionieren
-
Baerbock übergibt Vorsitz der UN-Generalversammlung an Nachfolger aus Bangladesch
-
Minister bei Mladic-Beerdigung: Bosnien weist zwei serbische Diplomaten aus
-
Ärmelkanal-Unglück mit 31 Toten: Schleuserprozess hat in Paris begonnen
-
Vuelta: Brennan feiert vierten Etappensieg
-
USA verschärfen Sanktionen gegen iranische Fluggesellschaften
-
Kreml: Putin und Trump führten "äußerst offenes" Telefonat
-
Nach Wahldebakel: Ministerpräsident Schulze neuer CDU-Fraktionschef in Sachsen-Anhalt
-
Ballon d'Or: Kane, Olise, Diaz und Upamecano unter Top 30
-
Aktivisten: Mehr als tausend Opfer durch Streubomben im vergangenen Jahr
-
Sachsen-Anhalt: Wagenknecht für Gespräche mit AfD - aber gegen Koalition
-
Pistorius: Deutschland baut Unterstützung ukrainischer Luftverteidigung weiter aus
-
Zwölf Länder wollen Handel mit Israels Siedlungen im Westjordanland sanktionieren
-
Nicaragua im Gaza-Prozess. Deutschland verstößt gegen das Völkerrecht
-
Feuerzeughersteller BIC will mit Kiffern in den USA Geschäft beleben
-
Sicherheitsbehörden wappnen sich gegen AfD-Regierung - Notz beklagt Versäumnisse
-
Freundin mit Feuerlöscher erschlagen: Psychiatrie für Mann in Hessen
-
"Kritischer Zustand": Heldt kritisiert Transfer-Politik
-
Hackerangriff in Berlin: Laut Senat keine militärischen Daten betroffen
-
Sachsen-Anhalt: Grüne offen für BSW-Vorschlag zu unabhängigem Ministerpräsidenten
-
Sexualisiertes Fehlverhalten in der Bundeswehr: Generalinspekteur alarmiert
-
Sturzflut in Nepal: Berge waren vor Gletscherabbruch außergewöhnlich warm
-
Prozess gegen mutmaßliches früheres IS-Mitglied in München begonnen
-
Westjordanland: Zwölf Länder wollen Handel mit Israels Siedlungen sanktionieren
-
"Julius Hirsch Preis": Gewinner in "herausfordernden Zeiten"
-
Schneider: Klimawandel zeigt zuvor nie erlebte Konsequenzen
-
Negativrekorde für Deutschland in Pisa-Studie - Rufe nach mehr Chancengerechtigkeit
Kolumbien: Präsidentenstichwahl zwischen rechtsgerichtetem De la Espriella und linkem Cepeda
Bei der Präsidentschaftswahl in Kolumbien haben es der rechtsgerichtete Kandidat und Trump-Anhänger Abelardo de la Espriella und sein linker Mitbewerber Iván Cepeda in die Stichwahl geschafft. In der ersten Runde kam De la Espriella am Sonntag laut Wahlbehörde auf überraschend starke 44 Prozent der Stimmen, der als Favorit gesetzte Cepeda landete mit 41 Prozent auf Platz zwei. Der Wahlkampf hatte im Zeichen der schlechten Sicherheitslage im Land gestanden.
Da weder De la Espriella noch Cepeda in der ersten Runde mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen erreichten, ziehen beide nun in die Stichwahl am 21. Juni ein. Dann entscheidet sich, wer auf den scheidenden Amtsinhaber Gustavo Petro folgt, dem ersten linken Präsidenten in der Geschichte des südamerikanischen Landes. Petro durfte laut Verfassung nicht für eine zweite Amtszeit antreten.
De la Espriellas Ergebnis fiel stärker aus als erwartet. Nach Bekanntgabe der Ergebnisse sagte er in einer leidenschaftlichen Rede: "Ich werde mich für Kolumbien umbringen, falls es nötig ist". Dabei trug der 47-Jährige ein Trikot der kolumbianischen Fußball-Nationalmannschaft. In einem Video sagte er: "Wir werden die Geschichte Kolumbiens für immer verändern."
Der von Petro unterstützte Cepeda, der als Favorit ins Rennen gegangen war, stellte die Genauigkeit der Wahlergebnisse in Frage, bezeichnete den Urnengang aber nicht als manipuliert. Der 63-Jährige versprach, die "faschistische extreme Rechte" in der zweiten Runde zu schlagen. Seinen Rivalen De la Espriella brachte er mit organisierter Kriminalität und "Plutokraten" in Verbindung.
Mehrere andere Kandidaten landeten weit abgeschlagen hinter De la Espriella und Cepeda. Die rechtsgerichtete Senatorin Paloma Valencia kam auf weniger als sieben Prozent.
De la Espriella bezeichnet sich selbst als "Der Tiger". Der Millionär inszeniert sich als politischer Außenseiter, der alle Regeln sprengen will. Vorbild des Sängers und Modeunternehmers ist US-Präsident Donald Trump.
Im Wahlkampf trat De la Espriella hinter kugelsicherem Glas auf und versprach ein unerbittliches Vorgehen gegen bewaffnete Gruppen. Als Präsident wolle er mit Unterstützung der USA mit Luftangriffen gegen Kämpfer vorgehen, kündigte er im Wahlkampf in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP an.
Der Menschenrechtsanwalt und Philosoph Cepeda will hingegen nach eigener Aussage den Kurs des "vollständigen Friedens" des scheidenden linken Präsidenten Petro fortsetzen und Friedensgespräche führen. Er werde in soziale Programme investieren und den Staat "in den Dienst" der "Ausgeschlossenen" stellen, versprach der von Petro unterstützte Cepeda in der Abschlusskundgebung des Wahlkampfs.
Während Petros vierjähriger Amtszeit sank die Arbeitslosigkeit, der Mindestlohn stieg um 75 Prozent, und es wurde mehr Geld für die Bildung ausgegeben. Doch trotz Verhandlungen der Regierung mit den Guerilla- und paramilitärischen Gruppen verschlechterte sich die Sicherheitslage deutlich. Kolumbien leidet seit Jahrzehnten unter bewaffneten Konflikten, an denen neben der Armee und linken Guerillagruppen auch rechte Paramilitärs und Drogenbanden beteiligt sind.
Auch der Wahlkampf war von Gewalt überschattet, unter anderem wurden mehrere Anschläge mit Autobomben und Drohnen verübt. Im Juni 2025 wurde der rechtsgerichtete Präsidentschaftskandidat Miguel Uribe ermordet. Auch zahlreiche Gemeindevorsteher und Zivilisten wurden getötet.
Kritiker machen Petros Politik für die zunehmende Gewalt verantwortlich. Catalina Devia, eine 42-jährige leitende Angestellte, die für De la Espriella stimmte, sagte, Petros Regierung habe "bewaffnete Gruppen wirklich gestärkt, indem sie so sanft war".
Cepedas Anhänger wiederum hoffen, dass der Zweitplatzierte in der Stichwahl auf Platz eins landen werde. Die 59-jährige Gloria Terranova sagte, die Wähler hätten nun die Wahl zwischen "radikalen Extremen". Die Cafébesitzerin fügte hinzu: "Eine Seite will Frieden, die andere will Krieg."
R.Kloeti--VB