-
Mord an zwölfjähriger Luise: Minderjährige Täterinnen zu Schadenersatz verurteilt
-
Französische Krankenkassen finanzieren Abnehmspritzen für Fettleibige
-
AfD-Spitzenkandidat Siegmund: Keine "Gesinnungsprüfung" bei Staatsämter-Besetzung
-
FC Bayern: Gwinn an Schulter operiert
-
Mordanklage nach tödlichem Angriff auf Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz erhoben
-
Deutsche Bank: Aktionärsvertreter kritisieren höhere Aufsichtsratvergütung
-
Medizinische Auszeit: Sinner mit großen Problemen bei Hitze
-
"Popanz Brandmauer": Designierter FDP-Generalsekretär will neuen Umgang mit AfD
-
"Spiegel": Kontroverse über Beschleunigung von Infrastrukturausbau und Naturschutz
-
Frankreich will Sklavengesetz "Code Noir" formell abschaffen
-
17-Jähriger stirbt nach Radunfall in Bayern
-
Nach Verkehrsunfall mit zwei toten Zwölfjährigen: Ermittlungen gegen Autofahrerin
-
Trotz lauter Fans: Struff scheidet aus
-
80-jährige Münchnerin übergibt Betrügern Wertsachen für hunderttausende Euro
-
Handball: Uscins verlässt Hannover 2027
-
EU-Außenminister beraten über Verhandlungen mit Moskau - Kallas warnt vor "Falle"
-
Illegal interne Daten abgefragt: Anklage gegen Richterin und Justizangestellte
-
Prozess gegen mutmaßliche IS-Unterstützerin in Düsseldorf gestartet
-
Bericht: Bundeswehr-Sondervermögen wird ohne Bundestags-Kontrolle ausgegeben
-
Linke kritisiert Vorstoß zu Einbezug von Eigenheim bei Pflegekosten scharf
-
EU-Kommission verhängt 200-Millionen-Euro-Strafe gegen Onlinehändler Temu
-
Studie: Deutschland drohen Milliardenkosten durch extreme Hitze
-
US-Truppenabzug: Wehrbeauftragter fordert Planungssicherheit für Bundeswehr
-
EU-Kommission prüft chinesische Übernahme von Mediamarkt-Saturn auf Subventionen
-
Bitkom: 91 Prozent der Deutschen stießen bereits auf Fake News
-
Gericht: Schmerzensgeld für Fußballtorwart nach Verletzung durch Gegenspieler
-
DFB-Team: Erstes Training ohne Neuer und Havertz
-
Report: Wirtschaft im Osten holt auf - Aber noch keine Augenhöhe mit dem Westen
-
Reallöhne steigen im ersten Quartal - Hohe Inflation könnte Lohnwachstum überholen
-
Neuer Rekord bei Umstieg auf E-Autos - Staatliche Prämie verstärkt den Trend
-
Verlängerung des Tankrabatts: Verkehrsminister Schnieder warnt vor hohen Kosten
-
UNO: Globale Durchschnittstemperaturen bis 2030 "wahrscheinlich" weiter auf Rekordniveau
-
Berliner Schauspielerin Swetlana Schönfeld gestorben
-
Kritiker von Grünen-Parteireform klagen gegen geplante Urabstimmung
-
Ausschuss-Chef: Isolierung von Landesverfassungsschutz bei AfD-Regierung denkbar
-
Berichte: US-Justiz ermittelt gegen Ex-Kolumnistin wegen Meineid-Vorwurfs bei früheren Klagen gegen Trump
-
Statistik: Ausgaben für Sozialleistungen erneut gestiegen
-
Erste Außenstelle außerhalb Israels: Holocaustgedenkstätte Yad Yashem kommt nach München
-
Zahl der Hautkrebsbehandlungen fast doppelt so hoch wie vor 20 Jahren
-
Ukraine-Krieg: Kallas warnt bei Debatte um Vermittler vor russischer "Falle"
-
Niedersachsen: Autofahrer fährt unbemerkt in Wassergraben und stirbt
-
Mann und Hund sterben bei Bahnunfall in Nordrhein-Westfalen
-
Trump äußert Unterstützung für Armeniens Regierungschef Paschinjan vor Wahl im Juni
-
USA greifen erneut den Iran an - Teheran meldet Vergeltungsschlag gegen US-Stützpunkt
-
NHL: Hurricanes nach Sieg bei Canadiens vor Final-Einzug
-
Staatsfernsehen: Iran greift als Vergeltung für US-Angriffe US-Stützpunkt an
-
Heidi Klum über frühere Treffen mit Trump: "Er war einfach Donald, ein lustiger Typ"
-
Staatsfernsehen: Iran feuert Warnschüsse auf vier Schiffe in Straße von Hormus ab
-
EU-Außenminister beraten in Zypern über mögliche Verhandlungen mit Russland
-
Anschlagsplan gegen Taylor-Swift-Konzert in Wien: Urteil erwartet
Frankreich will Sklavengesetz "Code Noir" formell abschaffen
Frankreich will seine nicht mehr geltenden, aber nie formell abgeschafften Sklavengesetze offiziell außer Kraft setzen. Die Abgeordneten der Nationalversammlung stimmten am Donnerstag einstimmig für einen entsprechenden Gesetzesentwurf, der noch vom Senat gebilligt werden muss. In den 60 Artikeln des sogenannten Code Noir aus dem 17. und 18. Jahrhundert steht unter anderem, dass entflohenen Sklaven die Ohren abgeschnitten werden sollen und Kinder von Sklaven automatisch dem Herrn der Mutter gehören.
"Dies öffnet vielleicht den Weg für Reparationszahlungen", sagte der aus Guadeloupe stammende Abgeordnete Max Mathiasin, der das Gesetz eingebracht hatte. Die Abschaffung des "Code Noir" sei eine "bedeutende symbolische und politische Geste", betonte er. Die ehemalige Kolonie Guadeloupe ist heute eines der französischen Überseegebiete.
Der "Code Noir" gelte schon seit langem nicht mehr, "aber seine Auswirkungen sind bis heute spürbar", sagte die Ministerin für Überseegebiete, Naïma Moutchou.
Der Grünen-Abgeordnete Steevy Gustave erwähnte, dass er selber einer Sklavenfamilie entstamme. "Meine Urgroßmutter Bébelle war die Enkelin von Ambroise Zerambe, die als Sklavin Nummer 336 registriert war. Heute steht einer ihrer Nachkommen hier, als Abgeordneter der Republik", sagte er mit belegter Stimme.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron unterstützt die Abschaffung des "Code Noir" und verwies kürzlich auf die offene Frage von Reparationszahlungen. Dabei verzichtete er aber auf konkrete Ankündigungen und warnte lediglich vor "falschen Versprechungen".
Die Gesetzessammlung geht auf Jean-Baptiste Colbert, den Finanzminister des "Sonnenkönigs" Ludwig XIV. zurück. Sie legt auch fest, dass Herren ihre Sklaven in Ketten legen und schlagen, "aber nicht foltern" durften.
Frankreich steht beim Handel mit Sklaven nach Großbritannien und Portugal an dritter Stelle. Zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert deportierten französische Schiffe schätzungsweise eine Million Menschen von dem afrikanischen Kontinent in die Sklaverei, vor allem auf Plantagen in den Kolonien in der Karibik.
Während der Französischen Revolution wurde die Abschaffung der Sklaverei theoretisch beschlossen. Napoleon Bonaparte hob die Dekrete jedoch wieder auf und bestätigte die Gültigkeit des "Code Noir". Erst 1848 wurde die Sklaverei offiziell abgeschafft. Bewohner der ehemaligen Kolonien und Menschen mit schwarzer Hautfarbe in Frankreich prangern bis heute diskriminierende Behandlung an.
C.Koch--VB