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Skandal um chinesischen Pop-Star Cai Xukun wegen mutmaßlich erzwungener Abtreibung
Der chinesische Pop-Star Cai Xukun steht wegen eines Sex-Skandals unter Druck. Der in der Volksrepublik auch als Mode-Ikone verehrte Sänger wies am Montag Vorwürfe zurück, er habe eine Frau nach einem One-Night-Stand zur Abtreibung gedrängt. Angesichts der hohen Wellen, welche die Anschuldigungen gegen Cai in China schlagen, erklärte der Pop-Star, er sein Verhalten künftig ändern.
Vergangene Woche hatte ein Blogger den Vorwurf erhoben, eine Frau, die nur als "Fräulein C" bezeichnet wird, sei nach einem One-Night-Stand mit Cai schwanger geworden. Nachdem der Sänger dies erfahren habe, habe er die Frau genötigt, das Kind abzutreiben.
In China, wo Stars strengen moralischen Standards entsprechen müssen, löste dies einen Skandal aus. Cais Musikvideos waren in der Video-Streaming-App des Staatssenders CCTV nicht mehr abrufbar und bei Internetsuchen nach dem Sänger wurden keine Ergebnisse mehr angezeigt. Auch seine lukrativen Werbe-Partnerschaften mit großen internationalen Unternehmen wie den Luxusmarken Prada und Tag Heuer gerieten in Gefahr.
Cai brach nun nach mehreren Tagen sein Schweigen und räumte ein, dass er eine Beziehung zu "Fräulein C" gehabt habe, die 2021 zu Ende gegangen sei. Danach hätten sie sich nicht mehr gesehen, versicherte er im chinesischen Onlinedienst Weibo seinen 38 Millionen Abonnenten. Die Beziehung sei "freiwillig" gewesen und es habe dabei "keine illegalen Aktivitäten" gegeben.
"Ich bitte die entsprechenden Medien inständig, keine Gerüchte zu verbreiten oder zu glauben", fügte Cai hinzu. Zugleich sicherte er zu, sein Verhalten zu ändern: "Zukünftig werde ich meine Worte und Taten strikt beschränken und eine Beaufsichtigung durch die Öffentlichkeit und die Gesellschaft akzeptieren."
Cais internationale Werbepartner äußerten sich nicht öffentlich zu dem Skandal. Am Samstag wies ein auf Werbung mit Promis spezialisierter Verband aber auf die "Risiken" bei einem "männlichen Sänger mit dem Namen Cai" hin. Die Affäre werde voraussichtlich noch weitere Kreise ziehen, hieß es in einer Erklärung, die der Pekinger Verband im Messengerdienst WeChat veröffentlichte. Darin wurde nicht Cais voller Name genannt.
Die chinesischen Behörden haben in den vergangenen Jahren den Druck auf Stars aus der Unterhaltungsbranche erhöht. Sie gehen verstärkt gegen unlauteres Finanzgebaren sowie "unmoralisches" Verhalten chinesischer Entertainment-Größen vor, nachdem 2021 mehrere Skandale mit einigen der größten Stars des Landes ans Licht gekommen waren. Im November wurde der ehemals enorm erfolgreiche chinesisch-kanadische Sänger und Schauspieler Kris Wu wegen Vergewaltigung zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt.
O.Bulka--BTB