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Nigeria gibt Raubkunst-Güter an traditionellen Königspalast zurück
Die nigerianische Regierung hat zwei während der Kolonialzeit von Europäern geraubte Bronze-Skulpturen an einen traditionellen Königspalast im Süden des Landes zurückgegeben. In einer feierlichen Zeremonie am Samstag überreichten Regierungsvertreter aus Abuja dem traditionellen Oberhaupt in Benin-Stadt, König Uku Akpolokpolor Ewuare II., einen Hahn und eine Königsbüste aus Bronze. Die Skulpturen waren unlängst von Großbritannien an Nigeria zurückgegeben worden.
"Diese Rückgabe erzeugt bei uns große Freude, weil sie unsere Hoffnung symbolisiert, dass alle gestohlenen Artefakte zurückgegeben werden", sagte Charles Edosomwan, ein Vertreter des traditionellen Königspalasts von Benin-Stadt.
Nigerias Regierung fordert seit Jahren die Rückgabe von Kulturgütern, die während der Kolonialzeit entwendet wurden. Mit Deutschland hat sich das westafrikanische Land inzwischen auf eine Kooperation geeinigt, um die Rückgabe sogenannter Benin-Bronzen aus deutschen Museen zu regeln.
Bei den Benin-Bronzen handelt es sich um Metalltafeln und Skulpturen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, die einst den Königspalast im Königreich Benin im heutigen Nigeria schmückten. Nach dem Einmarsch der Briten Ende des 19. Jahrhunderts wurden sie entwendet und landeten als Raubkunst in europäischen Museen.
P.Anderson--BTB