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Affäre um Fördermittel: Berlins Kultursenatorin Wedl-Wilson bittet um Entlassung
Berlins parteilose Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson hat am Freitag um ihre Entlassung gebeten. Das teilte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) in der Hauptstadt mit. "Sarah Wedl-Wilson übernimmt politisch und persönlich Verantwortung – dafür gebührt ihr Respekt", erklärte Wegner. Hintergrund ist eine Affäre um die Vergabe von Fördermitteln für Projekte gegen Antisemitismus. Es gab Kritik vom Landesrechnungshof.
Wedl-Wilson begründete den Schritt in einem kurzen Statement aus Verantwortung für das Land und die Stadt, wie ein Sprecher der Senatsverwaltung für Kultur der Nachrichtenagentur AFP sagte. Der Rechnungshof hatte jüngst massive Vorwürfe rund um die Vergabe von Fördermitteln erhoben und grundlegende Veränderungen angemahnt.
Grüne und Linke werfen Wedl-Wilson und ihrem Amtsvorgänger Joe Chialo (CDU) vor, Mittel nach unklaren Kriterien und auf Druck aus der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus vergeben zu haben. Seit Dezember 2025 beschäftigt sich ein Untersuchungsausschuss des Berliner Landesparlaments mit dem Thema.
Die Senatsverwaltung für Kultur werde durch einen noch von Wedl-Wilson selbst gestarteten Prozess "sicherstellen, dass es eine rechtssichere Förderkulisse bei Projekten gegen Antisemitismus geben wird", erklärte Wegner am Freitag. Er danke der Senatorin "für ihren herausragenden Einsatz für die Berliner Kultur in den vergangenen drei Jahren".
T.Ziegler--VB