-
Berlin wird Austragungsort der Handball-Weltmeisterschaft 2029
-
Gregor Gysi fordert Ausschluss von Vanessa Emde aus der Linksfraktion
-
Prozess gegen früheren Lehrer wegen mutmasslicher Vergewaltigung einer Schülerin
-
Berliner Weihnachtsbaum erreicht nach Panne auf der A10 den Gendarmenmarkt
-
Stephen Miller übernimmt nach republikanischer Wahlniederlage Trumps Stabsführung
-
Benzinpreis fällt in der Schweiz erstmals seit August unter zwei Franken
-
Novartis prüft Tumormeldungen nach Behandlungen mit Zolgensma
-
Wenn die Enkelbetreuung Grosseltern an die Belastungsgrenze bringt
-
Ronaldinho und Del Piero begeistern 24.000 Zuschauer im Letzigrund
-
Kürbis-Pancakes bringen herbstliche Aromen auf den Brunchtisch
-
Miro Muheims Distanztreffer sorgt in der Bundesliga für Aufsehen
-
Geplantes Ende der 50-Euro-Grenze beim Einkauf in Deutschland polarisiert
-
USA setzen Millionenbelohnung für Hinweise zu Irans Atomprogramm aus
-
Maximilian Streule schafft nach Herzoperation den Sprung ins Nationalteam
-
Unfall und brennendes Auto führen auf der A1 bei Härkingen zu Stau
-
Nach Tod von 14 Pferden erhält betroffene Familie mehr als 60.000 Franken
-
Werkstattbrand in Giebenach verursacht hohen Sachschaden
-
Flucht vor Polizei endet in Andwil mit schwerem Unfall an Wohnhaus
-
Indiens Börsengang-Markt erreicht Rekordwert von 2,23 Lakh Crore
-
USS Theodore Roosevelt trifft in Singapur ein
-
2000 Eingaben zur St. Galler Ortsplanung: Konflikt um Ökologie und Mieterschutz
-
Thomas Strobls 'Sound of Strobl': Unvorhersehbare musikalische Reise
Unions-Steuermodell stößt in SPD auf scharfe Kritik
Ein Steuermodell der beiden Unions-Finanzpolitiker Florian Dorn (CSU) und Yannick Bury (CDU) stößt beim Koalitionspartner SPD auf scharfe Kritik. SPD-Fraktionsvize Wiebke Esdar nannte die Pläne aus der Union "eine Belastung durch die Hintertür für Millionen Beschäftigte". Die Reichsten würden entlastet "auf Kosten der Betriebe und ihrer Beschäftigten", sagte Esdar am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP.
Die Unions-Abgeordneten Dorn und Bury wollen staatliche Förderungen pauschal über drei Jahre hinweg jährlich um 15 Prozent kürzen. Damit wollen sie ein Sparvolumen von 22 Milliarden Euro erreichen. Weitere acht Milliarden Euro sollen demnach durch Einsparungen in der Bundesverwaltung zusammenkommen.
Mit dem Geld wollen die beiden Abgeordneten eine höhere Einkommensgrenze für den Spitzensteuersatz finanzieren, was Gutverdiener entlasten würde. Zudem wollen sie den steuerlichen Grundfreibetrag für alle um "mindestens 1000 Euro" erhöhen. Der Solidaritätszuschlag, der nur noch auf sehr hohe Einkommen erhoben wird, soll generell entfallen. Im Gegenzug sind Verschärfungen bei der Reichensteuer vorgesehen. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hatte sich hinter den Vorschlag gestellt.
Esdar kritisierte, ein 30‑Milliarden‑Loch solle gestopft werden, "indem Subventionen wahllos gestrichen werden – ohne Plan, ohne Rücksicht". Das treffe Mittelstand, Industrie und Angestellte zugleich. Am Ende bedeute das "höhere Energiepreise, unsichere Jobs, weniger Investitionen". Das sei "verantwortungsloser Kahlschlag". Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende forderte von Kanzler Friedrich Merz (CDU), "sich ehrlich" zu machen und "zu sagen, wer die Zeche für die Unionsvorschläge am Ende zahlt".
Die finanzpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Frauke Heiligenstadt, erklärte, im Koalitionsvertrag sei eine Einkommensteuerreform zur Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen verabredet. Diese Reform schienen aber "einige Kolleginnen und Kollegen in der Unionsfraktion anders verstanden zu haben", erklärte Heiligenstadt. "Spitzeneinkommen zu entlasten und damit ein zusätzliches Haushaltsloch von 30 Milliarden Euro zu reißen, ist ungerecht und haushaltspolitisch unseriös."
Der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Thorsten Rudolph, erklärte, die Vorschläge der Union zeigten, "dass für einige dort offenkundig immer noch Jahrmarkt im Himmel ist". Steuersenkungen von 30 Milliarden Euro würden das ohnehin bestehende Loch von 60 Milliarden Euro im Bundeshaushalt noch weiter vergrößern und endgültig unfinanzierbar machen.
M.Betschart--VB