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Rodeln: Wendl/Arlt holen Gesamtweltcup
Deutschlands Rekordrodler Tobias Wendl und Tobias Arlt haben kurz nach ihren letzten Olympischen Winterspielen erneut den Gesamtweltcup gewonnen. Die Doppelsitzer aus Bayern holten beim Rennen in St. Moritz am Samstag den dritten Platz hinter den Olympiazweiten Thomas Steu/Wolfgang Kindl aus Österreich und Ivan Nagler/Fabian Malleier aus Italien. Im Kampf um die Kristallkugel der Jahresbesten genügte das schon vorzeitig, weil die ärgsten Verfolger Juri Gatt/Riccardo Schöpf (Österreich) durch einen Fehler im zweiten Lauf den Sieg weg warfen und nicht über Rang vier hinauskamen.
Auf Platz fünf landeten Toni Eggert und Florian Müller. Am kommenden Wochenende findet noch der Saisonabschluss im sächsischen Altenberg statt.
Auch bei den Frauen ist das Rennen um den Gesamtsieg seit Samstag entschieden, die Österreicherinnen Selina Egle/Lara Kipp krönten sich bereits zum zweiten Mal in Folge - obwohl sie sich in St. Moritz mit Platz fünf zufrieden geben mussten. Platz eins in der Schweiz ging an die Olympiasiegerinnen Andrea Vötter und Marion Oberhofer aus Italien, dahinter machte erneut ein junges deutsches Duo auf sich aufmerksam: Elisa-Marie Storch/Pauline Patz, die noch nicht bei Olympia dabei waren, holten als Zweite das bereits zweite Weltcup-Podest in Folge.
Für Wendl und Arlt brachte der Tag auf der Natureisbahn in St. Moritz den siebten Sieg im Gesamtweltcup seit der Saison 2010/2011, ihre lange Karriere hatten sie zuletzt bei den Winterspielen in Cortina d'Ampezzo gekrönt. Mit der Teamstaffel gewannen sie in Italien ihr insgesamt siebtes Gold und ließen damit Rodlerin Natalie Geisenberger als erfolgreichste deutsche Olympiateilnehmerin hinter sich. Hinzu kam Bronze im Doppelsitzer, bei der Schlussfeier der Winterspiele trugen sie die deutsche Fahne.
Es war für Wendl/Arlt zwar der letzte Auftritt auf der Olympia-Bühne, allerdings nicht das Ende der Karriere. Die wollen sie auf der Heimbahn am Königssee abschließen, die sich aber noch im Wiederaufbau befindet.
G.Schmid--VB