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Aicher verpasst Abfahrtspodest knapp
Ski-Shootingstar Emma Aicher hat das Abfahrtspodest beim Weltcup in Soldeu/Andorra knapp verpasst, aber wichtige Punkte im Kampf um die Disziplinwertung gesammelt. Beim Sieg der Schweizerin Corinne Suter im ersten Rennen nach den Winterspielen raste die Olympia-Zweite in der Königsdisziplin auf Rang vier. Kira Weidle-Winkelmann, die wie Aicher gute Chancen auf die Kristallkugel hat, musste sich mit Platz elf begnügen.
Aicher rückte als Zweite der Disziplinwertung mit jetzt 306 Zählern weiter an die schwer verletzte Lindsey Vonn (USA/400) heran, die bei den drei noch ausstehenden Rennen nicht mehr punkten kann. Weidle-Winkelmann (256) behauptete Rang drei. Letzte deutsche Gesamtsiegerin in der Abfahrt war Maria Höfl-Riesch 2014.
"Darüber werde ich überhaupt nicht nachdenken", betonte Aicher in der ARD mit Blick auf die kleine Kugel, "weil es bis nach dem letzten Rennen egal ist. Ich muss mich auf meins fokussieren und mein Skifahren gut machen, sonst gibt es eh keine Möglichkeit."
Ihr fehlten 0,53 Sekunden auf Peking-Olympiasiegerin Suter, die ihren ersten Sieg seit ihrem Kreuzbandriss im Januar 2024 holte. Das Podest, das Nina Ortlieb aus Österreich (+0,11 Sekunden) und die Italienerin Sofia Goggia (+0,24) komplettierten, war für Aicher 0,29 Sekunden weg. Weidle-Winkelmann hatte einen Rückstand von 1,43 Sekunden auf die frühere Weltmeisterin Suter.
Aicher (22) "verlor" das Rennen auf der anspruchsvollen "Adler-"Piste in den Gleitpassagen oben und auf den Wellen ganz unten. Im Ziel ließ sie sich in ein Werbekissen fallen, dann schaute sie ihrer Kollegin "KWW" zu. Die frühere WM-Zweite ließ drei Tage nach ihrem 30. Geburtstag schon im oberen Abschnitt viel Zeit liegen und schüttelte im Ziel den Kopf.
Am Samstag und Sonntag steht in Soldeu je ein Super-G auf dem Programm (beide 10.15 Uhr/ARD und Eurosport). Die letzten Abfahrten der Saison finden am 6. und 7. März in Val di Fassa und beim Weltcup-Finale am 21. März in Kvitfjell statt.
F.Fehr--VB