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Verbotene Wetten: Deutsche Diskuswerfer auf Bewährung
Die deutschen Diskuswerfer Henrik Janssen und Steven Richter sind von der unabhängigen Integritäts-Einheit (AIU) des Leichtathletik-Weltverbandes World Athletics mit einer dreimonatigen Sperre auf Bewährung belegt worden. Wie die AIU am Donnerstag mitteilte, haben beide gegen den World Athletics Integrity Code und die Regeln zur Manipulation von Wettkämpfen (MSC) in Bezug auf Wetten verstoßen.
Einer Mitteilung des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) zufolge wurden die Strafen "durch die vollumfängliche Kooperation der Athleten mit der AIU" für drei Jahre auf Bewährung ausgesetzt. Zusätzlich müssen beide Diskuswerfer ein E-Learning des IOC zur Prävention von Wettbewerbsmanipulation absolvieren.
Die Verstöße wurden während der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Tokio im vergangenen Herbst begangen, an denen Richter (22) und Janssen (27) teilnahmen. Janssen gab bei der AIU-Befragung zu, im Vorbereitungscamp in Myazaki am 16. September drei Wetten im Gesamtwert von 100 Euro abgeschlossen zu haben. Dass dies nicht erlaubt sei, habe er erst anschließend von einem Teamkollegen erfahren. Danach habe er erfolglos versucht, die Wetten zu stornieren.
"Wir haben uns im Precamp im TV gemeinsam die Wettbewerbe in Tokio angeschaut und spontan aus einer Laune heraus ein paar Wetten platziert. Was für ein idiotischer Blödsinn! Diese fünf Minuten bereuen wir extrem", wird Janssen in der DLV-Mitteilung zitiert. "Wir haben blöderweise die Athletenvereinbarung nicht richtig gelesen, das war ganz klar unser Fehler", ergänzte Richter: "Wir dachten, wir dürfen nur nicht auf unsere Diskuswettbewerbe setzen."
T.Suter--VB