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Hitzewelle in Frankreich: Drei Atomreaktoren abgeschaltet
Wegen der massiven Hitzewelle in Frankreich sind inzwischen drei Atomreaktoren abgeschaltet. Betroffen sind die Atomkraftwerke Bugey nahe Lyon an der Rhône, Nogent-sur-Seine westlich von Paris und Golfech im Süden des Landes. Grund seien "Umweltbedingungen", teilte der Kraftwerkbetreiber EDF am Donnerstag mit. Konkret geht es darum, die Temperatur der durch die Hitzewelle bereits aufgewärmten Flüsse durch das Kühlwasser der Reaktoren nicht noch weiter zu erhöhen.
Wegen der Hitzewelle drosselte EDF zudem die Produktion von zwei weiteren Reaktoren. Die 57 französischen Atomkraftwerke sind alle an Flüssen oder am Meer gebaut, um das Wasser zum Kühlen der Reaktoren zu nutzen.
Bei Hitzeperioden kommt es regelmäßig vor, dass einige Reaktoren heruntergefahren werden, um die Gewässer zu schützen. Bislang macht dies lediglich 0,3 Prozent der Produktion aus. Experten schätzen, dass die Ausfälle infolge von Hitzewellen, die durch den Klimawandel verstärkt werden, bis 2035 auf 1,4 Prozent der Gesamtproduktion steigen könnten.
N.Schaad--VB