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Geiger stürzt in Sapporo ab - Prevc siegt trotz Problemen
Skispringer Karl Geiger hat im Kampf um das Olympia-Ticket einen herben Rückschlag erlitten. Der Oberstdorfer belegte beim ersten von zwei Wettkämpfen im japanischen Sapporo nach einem verpatzten zweiten Sprung nur den 27. Platz. Seinen achten Saisonsieg feierte trotz einer gebrochenen Schnalle am Schuh der überlegene Vierschanzentournee-Gewinner Domen Prevc, als bester Deutscher landete Philipp Raimund nur auf dem 14. Rang.
Geiger erreichte auf der Olympiaschanze von 1972 zwar erstmals seit Ende November einen zweiten Durchgang, doch dort ging nichts mehr. Nach dem starken ersten Sprung auf 132,0 m lag er noch auf dem zwölften Platz, ein Hüpfer auf 114,0 m sorgte aber für Kopfschütteln bei dem 32-Jährigen.
Der zuletzt erkrankt fehlende Raimund verpasste in seinem ersten Wettkampf nach der Vierschanzentournee zum dritten Mal in Folge die Top 10. Luca Roth verfehlte als 31. die Punkteränge denkbar knapp.
Der Tournee-Sechste Felix Hoffmann hatte ebenso wie Andreas Wellinger und Pius Paschke auf die Reise nach Japan verzichtet. Alle drei haben ebenso wie Raimund die Olympia-Norm (einmal Top 8 oder zweimal Top 15) bereits erfüllt, der Qualifikationszeitraum endet am Sonntagabend. Bundestrainer Stefan Horngacher wird aller Voraussicht nach nur vier Springer mit zu den Spielen nehmen.
Erneut nicht zu stoppen war Prevc, der mit Sprüngen auf 132,0 und 141,0 m überlegen vor den Japanern Naoki Nakamura und Ren Nikaido siegte und seine Führung im Gesamtweltcup ausbaute. Der Slowene trotzte dabei auch Materialproblemen: Kurz vor der Landung brach eine Verschlussschnalle am Schuh, doch Prevc stand den Sprung sicher. Vorjahressieger Ryoyu Kobayashi landete als Fünfter erstmals seit 2020 bei seinem Heimspiel nicht auf dem Podest.
Am Sonntag (3.00 Uhr MEZ) folgt ein weiterer Wettkampf in Sapporo. Dann hat auch Noriaki Kasai die Chance, seinen Altersrekord im Weltcup zu verbessern. Vor dem Springen am Samstag war der 53-Jährige in der Qualifikation gescheitert.
H.Weber--VB