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Littler stürmt erneut ins WM-Finale - und trifft auf van Veen
Luke Littler greift erneut nach der Darts-Krone - und kämpft in einem Duell der unaufhaltsamen Jungstars um die erfolgreiche WM-Titelverteidigung. Der 18-Jährige erreichte dank der nächsten Machtdemonstration beim 6:1 gegen seinen englischen Landsmann Ryan Searle problemlos das Finale und zog damit bei seiner dritten WM-Teilnahme zum dritten Mal ins Endspiel ein.
Am Samstag (21.00 Uhr/Sport1 und DAZN) trifft Littler im Duell um die begehrte Sid Waddell Trophy auf den niederländischen Shootingstar Gian van Veen (23), der sich im Londoner Alexandra Palace mit 6:3 gegen den zweimaligen Weltmeister Gary Anderson (Schottland) durchsetzte.
"Ich bin sehr glücklich", sagte Littler bei DAZN: "Morgen geht es wieder los – ein letztes Mal. Das dritte Finale in Folge. Das ist unglaublich."
Einen Tag nach seinem souveränen 5:0-Erfolg gegen den Polen Krzysztof Ratajski verlor Littler zwar den ersten Satz. Danach aber erhöhte der Weltranglistenerste, der schon bei seiner WM-Premiere im Alter von 16 Jahren ins Endspiel gestürmt war, die Schlagzahl.
Vor allem dank seines starken Scorings sicherte sich Littler Satz für Satz, Searle ließ seine wenigen Chancen auf die Doppelfelder liegen. Zwischenzeitlich gewann Littler gar elf Legs in Folge, er nutzte seinen ersten Matchdart. Drei Finalteilnahmen in Folge bei Weltmeisterschaften der Professional Darts Corporation (PDC) waren zuvor nur Rekordsieger Phil Taylor, Dennis Priestley und Anderson gelungen.
Deutlich spannender verlief das zweite Halbfinale: Junioren-Weltmeister van Veen und sein Idol Anderson (55) lieferten sich ein hochklassiges Duell. Der Niederländer präsentierte sich gnadenlos auf die Doppel und ging mit 4:1 in Führung. Anderson steckte nicht auf, verpasste aber dennoch sein sechstes WM-Finale. Van Veen wackelte zwar im achten Satz, fand sein Spiel jedoch rechtzeitig wieder.
Für Searle, genannt "Heavy Metal", blieb gegen Littler die Krönung eines bemerkenswerten Laufs bei diesem Turnier aus. Der Engländer, der an einer seltenen Augenkrankheit leidet, durch die die Sehkraft über die Zeit nachlässt, hatte in Runde drei den Strausberger Martin Schindler geschlagen und bis zum Halbfinale nur zwei WM-Sätze verloren.
Um auf Searles Krankheit aufmerksam zu machen, ließ sich ein Sponsor am Freitagabend etwas Besonderes einfallen: Die Logos im Ally Pally wurden allesamt unscharf dargestellt.
C.Koch--VB