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Gouverneurs-Vorwahl in Kalifornien: Trump-Kandidat sieht sich vor Sieg
Bei der Vorwahl zum Gouverneursamt im US-Bundesstaat Kalifornien sieht sich der Wunschkandidat von Präsident Donald Trump vor einem Sieg. Der Republikaner Steve Hilton sagte am Mittwoch, die bisher in Kalifornien regierenden Demokraten würden einen "großen Schock" erleben. Nach Auszählung von knapp 60 Prozent der Stimmen lag Hilton vor den beiden bestplatzierten Demokraten Xavier Becerra und Tom Steyer.
Nach Angaben des Senders NBC News kam Hilton aufgrund der Teilauszählung auf 28 Prozent - vor Becerra, der 25 Prozent erzielte. Steyer wäre mit nur 20 Prozent ausgeschieden. Die beiden Bestplatzierten in Kalifornien ziehen in die Stichwahl ein, die zeitgleich mit den US-Kongresswahlen am 3. November stattfindet.
Hilton ist der Enkel des Hotelketten-Gründers Conrad Hilton und wurde als Unternehmer sowie Moderator des rechtsgerichteten Senders Fox News bekannt. Trump hatte im Wahlkampf gedroht, dass Kalifornien keine finanzielle Unterstützung von der Bundesregierung in Washington mehr erhalten werde, sollte Hilton nicht Gouverneur werden.
Um die Nachfolge von Gouverneur Gavin Newsom von der Demokratischen Partei hatten sich bei den parteiübergreifenden Vorwahlen insgesamt 61 Kandidatinnen und Kandidaten beworben. Der lange in Umfragen führende Demokrat Eric Swalwell musste nach Vorwürfen sexueller Übergriffe aufgeben.
Becerra war Gesundheitsminister unter dem früheren Präsidenten Joe Biden. Sein Parteikollege Steyer, ein milliardenschwerer Hedgefonds-Manager und Klimaaktivist, hatte sich während Trumps erster Amtszeit in einer Kampagne für dessen Amtsenthebung eingesetzt.
Der derzeitige Gouverneur Gavin Newsom scheidet nach zwei Amtszeiten Anfang 2027 aus und gilt als möglicher Präsidentschaftskandidat der Demokraten für 2028. Er macht seit Trumps erneutem Amtsantritt mit einer Kampagne in den Onlinenetzwerken auf sich aufmerksam, in der er den Stil des Rechtspopulisten parodiert.
Kalifornien ist der bevölkerungsreichste und auch wirtschaftlich stärkste Bundesstaat der USA und gilt als Bastion der Demokraten - auch wenn es immer wieder Republikaner im Gouverneursamt gab, wie etwa den früheren Hollywoodstar Arnold Schwarzenegger oder den späteren Präsidenten Ronald Reagan.
Im US-Bundesstaat Iowa verlor derweil ein von Trump unterstützter Kandidat die republikanische Vorwahl für das Gouverneursamt. Nach ersten Ergebnissen unterlag der Kongressabgeordnete Randy Feenstra bei der Abstimmung am Dienstag dem Geschäftsmann Zach Lahn mit weniger als einem Prozentpunkt Rückstand. Zuletzt hatten sich mehrere Trump-Kandidaten bei Vorwahlen durchgesetzt.
Bei den Bürgermeister-Vorwahlen in Los Angeles lag Amtsinhaberin Karen Bass von den Demokraten vorne - auch wenn es viel Kritik an ihrem Umgang mit den verheerenden Waldbränden von Anfang 2025 gegeben hatte. Sie zieht im November in die Stichwahl, voraussichtlich gegen den Republikaner und früheren Reality-TV-Star Spencer Pratt.
A.Zbinden--VB