-
Cobolli garantiert erstes italienisches Halbfinale
-
Rubio: Trump reist im Juli zu Nato-Gipfel in Ankara
-
EU-Verhandlungen über Rechte bei verspäteten Flügen erneut vertagt
-
Hisbollah setzt Attacken auf Israel fort - Neun Tote nach israelischen Angriffen im Libanon
-
Erstes DFB-Training in den USA - Neuer fehlt weiter
-
Iranischer Angriff: Ein Toter und mehr als 60 Verletzte am Flughafen von Kuwait
-
CDU/CSU fallen in "Deutschlandtrend" auf tiefsten Wert seit über vier Jahren
-
Kallas: Ukrainische Drohnenangriffe verursachen "Panik" im Kreml
-
1860 München erhält keine Lizenz für die 3. Liga
-
"Blamabel": Grüne machen Merz und Wadephul für Scheitern bei UN-Wahl verantwortlich
-
Ukraine greift St. Petersburg an - Rutte zu Solidaritätsbesuch in Kiew
-
Deutschland verfehlt Einzug in den UN-Sicherheitsrat - Portugal und Österreich gewählt
-
US-Präsidentschaftswahl 2028: Trump für Duo-Kandidatur von Vance und Rubio
-
Hecking holt Nobody: Strobl neuer Wolfsburg-Trainer
-
Ermittlungen wegen Steuerdelikt: Banaszak räumt Fehler ein
-
Empörung über Umgang der Polizei mit niedergestochenem weißen Studenten - Randale in England
-
Rutte nennt Russland bei Besuch in Kiew "zunehmend verzweifelt"
-
Erbenstreit der Kinder von Alain Delon: Tochter erringt juristischen Sieg
-
Bundesagentur für Arbeit: Defizit könnte 2026 über acht Milliarden Euro erreichen
-
Gemeinnützige Energieberatung warnt vor "Kostenfalle" bei fossilen Heizungen
-
Russische Schattenflotte: Kapitän in Frankreich in Gewahrsam genommen
-
4500 Euro Geldstrafe für Aktivistin in Hamburg wegen Hamas-Propaganda
-
Wahl der nicht-ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats hat begonnen
-
Regisseur Wim Wenders zieht Film "Falsche Bewegung" von 1975 zurück
-
Verfassungsschutz darf hessische AfD als Verdachtsfall beobachten
-
15-Jähriger in Gelsenkirchen flieht mit Auto vor Polizei und überfährt Gans
-
SPD will Bafög-Reform ohne Leistungserhöhung "nicht akzeptieren"
-
French Open: Sabalenka scheitert spektakulär an Schnaider
-
Gericht: Hitler-Video in Whatsapp-Status nicht zwangsweise strafbar
-
Nach Schuss auf Polizist in Dortmund: Ermittlungen wegen versuchten Tötungsdelikts
-
Irans Mannschaft erhält mexikanische Visa für Fußball-WM - aber noch keine für die USA
-
Mehr als 30 Medien wollen Plündern ihrer Inhalte durch KI verhindern
-
Rheinschleuse gerammt: Eigner und Steuerfrau müssen 1,7 Millionen Euro zahlen
-
Acht ausgebüxte Kühe blockieren in Nordhessen Notaufnahme
-
Meldedaten manipuliert: Männer in Berlin zu hohen Geldstrafen verurteilt
-
Einbürgerungsrekord: 332.500 Ausländer bekommen 2025 den deutschen Pass
-
Studie: Ende der "Rente mit 63" entlastet Staat - Linke warnt vor Einschnitten
-
WM: Iran erhält mexikanische Visa
-
Bundesregierung: AfD-Politiker fügen Deutschland mit Russland-Reise Schaden zu
-
Empörung über Tod eines weißen Studenten in Polizeigewahrsam: Starmer verurteilt Randale
-
Vertrag verlängert: Boss Hellmann bleibt der Eintracht treu
-
Iranische Angriffe: Ein Toter und 63 Verletzte am Flughafen von Kuwait
-
Vor Papst-Besuch in Spanien: Anti-Stierkampf-Aktivistinnen protestieren im Vatikan
-
Zahl antisemitischer Vorfälle in Nordrhein-Westfalen erreicht 2025 Höchststand
-
KI und Cloud: EU-Kommission will Europa unabhängiger von den USA machen
-
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Mitarbeitern von Brandenburger Staatskanzlei
-
Kaufprämie sorgt für kräftigen Anstieg der E-Auto-Neuzulassungen
-
Eltern von bei Flut im Ahrtal getöteter Frau scheitern mit Klageerzwingung
-
Behörden: Rekordwert von 101 Hitzetoten in Spanien im Mai
-
Demokrat Becerra bei Vorwahl zum Gouverneursamt in Kalifornien vorn
"Herbe Niederlage": Deutschland verfehlt Einzug in den UN-Sicherheitsrat
Debakel bei den Vereinten Nationen: Deutschland hat erstmals den Einzug in den UN-Sicherheitsrat verpasst. Bei der Abstimmung der UN-Vollversammlung am Mittwoch in New York unterlag die Bundesrepublik deutlich gegen die EU-Partner Portugal und Österreich. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) räumte eine "herbe Niederlage" ein. Die Opposition nannte das Ergebnis "blamabel" und machte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mitverantwortlich.
Es war die frühere Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne), die als amtierende Präsidentin der UN-Vollversammlung das Ergebnis verlas: Portugal wurde in der ersten Wahlrunde mit 134 Stimmen erster, Österreich folgte kurz dahinter mit 131 Stimmen. Deutschland landete mit nur 104 Stimmen weit abgeschlagen auf dem dritten Platz und ging leer aus. Portugal und Österreich ziehen nun ab Januar für zwei Jahre als nicht-ständige Mitglieder in das mächtigste UN-Gremium ein.
Kanzler Merz versuchte, die Wogen zu glätten: Deutschland habe zwar sein "Ziel nicht erreicht", werde aber weiterhin "ein verlässlicher Stützpfeiler des multilateralen Systems" sein, erklärte er. Wadephul betonte ebenfalls, Deutschland werde sich auch außerhalb des Sicherheitsrates weiterhin für "Frieden und Sicherheit" und für eine handlungsfähige UNO engagieren.
Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker konnte einen "großen diplomatischen Erfolg" für sein Land verbuchen. "Wir wollen und wir werden nicht nur von der Seitenlinie aus zusehen, wie sich unsere Welt entwickelt", erklärte er.
In Berlin wurde umgehend scharfe Kritik an der Bundesregierung laut. "Diese blamable Niederlage Deutschlands geht auf das Konto von Kanzler Merz und Außenminister Wadephul", erklärte die Grünen-Verteidigungsexpertin Agnieszka Brugger. Die Regierung Merz habe sich international zu wenig profiliert - beim Klimaschutz, beim Erhalt der regelbasierten Ordnung und bei der Entwicklungszusammenarbeit, deren Mittel stark gekürzt worden seien.
Aber auch aus den Koalitionsfraktionen in Berlin kam Kritik. "Die Nichtwahl ist kein Betriebsunfall, sondern ein Warnsignal", erklärte der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetovic. Er sprach von einem "spürbaren außenpolitischen Rückschlag". Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt, nannte die deutsche Niederlage "bedauerlich". Die Europäer müssten früher die Abstimmung suchen, schlussfolgerte er.
Wadephul hielt sich seit Tagen in New York auf, um für die deutsche Kandidatur zu werben und sprach nach der Abstimmung von einer "echten Enttäuschung". Er hatte schon im Vorfeld von einem "schwierigen Wettbewerb" um die beiden für die Ländergruppe der "westeuropäischen und anderen Staaten" zu vergebenden Sitze gesprochen. Vor allem aus Russland habe es in der UNO Widerstand gegen die deutsche Kandidatur gegeben, weil Berlin die Ukraine unterstütze, sagte der CDU-Politiker.
Deutschland ist einer der größten UN-Beitragszahler und bemüht sich seit der Wiedervereinigung in regelmäßigen Abständen um den Einzug in das höchste UN-Gremium - bislang immer erfolgreich. Insgesamt war die Bundesrepublik bisher sechs Mal als nicht-ständiges Mitglied im Sicherheitsrat vertreten, zuletzt in den Jahren 2019/2020.
Der UN-Experte von der International Crisis Group, Daniel Forti, verwies auf die sehr engagierte Bewerbung Österreichs, das seine Kandidatur bereits 2011 angekündigt hatte - Jahre vor Deutschland. "Einige Diplomaten dachten womöglich, dass Österreich und Deutschland zu ähnlich sind, um gleichzeitig im Sicherheitsrat vertreten zu sein."
Für Portugal habe womöglich die Haltung im Nahost-Konflikt gesprochen, hieß es in New York. Wie die Mehrheit der UN-Staaten hat Portugal einen Palästinenserstaat anerkannt, Deutschland und Österreich tun dies nicht.
Dem UN-Sicherheitsrat gehören insgesamt 15 Staaten an: die fünf Vetomächte USA, Großbritannien, Frankreich, China und Russland sind ständige Mitglieder. Die zehn weiteren Sitze werden von der UN-Generalversammlung jeweils für eine zweijährige Amtszeit gewählt.
Aktuell standen fünf nicht-ständige Sitze für den Sicherheitsrat zur Wahl. Neben den beiden EU-Ländern Portugal und Österreich setzten sich das afrikanische Land Simbabwe sowie der Karibikstaat Trinidad und Tobago durch. Der fünfte Platz für Asien ging schließlich an Kirgistan.
Die fünf neugewählten Länder ziehen am 1. Januar in den Sicherheitsrat ein. Sie stoßen zu fünf weiteren Ländern hinzu, die im Zeitraum 2026 bis 2027 in dem Gremium sitzen. Dabei handelt es sich um die Demokratische Republik Kongo, Liberia, Lettland, Kolumbien und Bahrain.
D.Schaer--VB