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London und Paris richten am Dienstag Verteidigungsministertreffen zur Straße von Hormus aus
Großbritannien und Frankreich richten am Dienstag ein virtuelles Treffen von Verteidigungsministern aus, bei dem es um militärische Pläne zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus gehen soll. "Verteidigungsminister John Healey wird gemeinsam mit seiner französischen Amtskollegin Catherine Vautrin den Vorsitz bei einem Treffen von über 40 Nationen" im Rahmen der "multinationalen Mission" führen, erklärte das britische Verteidigungsministerium am Sonntag.
Die Ankündigung erfolgte wenige Stunden, nachdem der Iran London und Paris davor gewarnt hatte, Kriegsschiffe in die Golfregion zu entsenden, und mit einer "entschiedenen und sofortigen Antwort" gedroht hatte.
Das Treffen folgt auf ein zweitägiges Treffen von Militärvertretern in London Mitte April, bei dem praktische Details einer von Großbritannien und Frankreich geführten multinationalen Mission zum Schutz der Schifffahrt in der für den Welthandel wichtigen Wasserstraße nach dem Ende der Kämpfe erörtert worden waren.
"Wir wandeln diplomatische Vereinbarungen in konkrete militärische Pläne um, um das Vertrauen in die Schifffahrt durch die Straße von Hormus wiederherzustellen", erklärte Healey.
Großbritannien und Frankreich hatten sich bei dem Treffen im April zu einer militärischen Sicherung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus bereit erklärt. Zahlreiche weitere Länder hatten den Briten und Franzosen dabei ihre Unterstützung zugesichert, darunter auch Deutschland.
Der französische Flugzeugträger "Charles de Gaulle" passierte vor wenigen Tagen den Suez-Kanal, um sich für einem möglichen Einsatz zur Absicherung der Straße von Hormus in Stellung zu bringen.
Großbritannien gab seinerseits am Samstag bekannt, dass es den britischen Zerstörer "HMS Dragon" entsenden werde. Auch ein Minenjagdboot der deutschen Marine ist unterwegs in die Region.
Die Straße von Hormus ist seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar von den iranischen Revolutionsgarden weitgehend gesperrt. In der Folge waren die Energiepreise weltweit in die Höhe geschossen. Die US-Armee wiederum blockiert die iranischen Häfen an der Schifffahrtsstraße. Rund 1500 Handelsschiffe sitzen an der Meerenge fest.
D.Bachmann--VB