-
"Exit-Bonus": USA erhöhen Prämie für "Selbstabschiebung" auf 2600 Dollar
-
Merz lobt nach Grönland-Einigung europäische "Geschlossenheit"
-
Grönland: Frederiksen für "dauerhafte Nato-Präsenz" in der Arktis
-
Davos: Trump lanciert umstrittenen "Friedensrat" und präsentiert Gaza-Immobilien-Plan
-
Selenskyj verkündet Einigung mit Trump über US-Sicherheitsgarantien für Ukraine
-
Altersgrenze für Soziale Medien: Prien kündigt Vorschlag bis Jahresmitte an
-
Bundesregierung weist in Spionagefall russischen Diplomaten aus
-
"Fühle mich gut und bereit": Ter Stegen hofft auf Debüt
-
Davos: Deutlich sichtbarer Bluterguss an Trumps linker Hand
-
Wolff hält, Schluroff trifft: DHB-Team siegt im Portugal-Krimi
-
Prozess wegen Impfschäden in Trier: Klage gegen Hersteller abgewiesen
-
"Neues Gaza": US-Präsident Trump stellt Immobilienprojekt für Gazastreifen vor
-
WM-Jahr: Nagelsmann nominiert ersten Kader am 19. März
-
DB: Tarifverhandlungen mit Lokführergewerkschaft "weiter sachlich und konstruktiv"
-
US-Diplomatie in Davos und Moskau: Ukraine-Gespräche kommen offenbar voran
-
Wellinger muss bei Skiflug-WM zuschauen
-
Nach Start von Trumps "Friedensrat": Wadephul bekräftigt deutschen Rückhalt für UNO
-
Leichtverletzte bei neuem Zugunglück in Spanien - Bei Kollision vom Sonntag nun 45 Tote
-
Hamburg: Lange Haftstrafen wegen Schmuggels von mehr als viereinhalb Tonnen Kokain
-
FIFA-Chef Infantino: Trump soll WM-Pokal überreichen
-
BSG: Trick zu Wechsel in gesetzliche Krankenversicherung schon früher meist unzulässig
-
Russland-Spionage: Berlin weist Diplomaten aus - Verdächtige in U-Haft
-
Vor Nordsee-Gipfel: Umweltverbände fordern "naturverträglichen" Offshore-Ausbau
-
Elf Tonnen Marihuana geschmuggelt: Verdächtiger nach Deutschland ausgeliefert
-
Knockout 51: BGH bestätigt Einstufung von rechtsextremistischer Kampfsportgruppe
-
Macron: Französische Marine entert russischen Tanker im Mittelmeer
-
Prozess gegen Organisatoren von Tiananmen-Mahnwachen in Hongkong begonnen
-
Schauspielerin Elizabeth Hurley bricht in Prozess gegen Boulevardmedien in Tränen aus
-
Allzeit-Rekord: 16 Oscar-Nominierungen für "Blood & Sinners"
-
Polizei vereitelt Farbattacke von Klimaaktivisten auf Privatflieger von Merz
-
Trump droht Europa mit "großem Gegenschlag" bei Abstoßen von US-Staatsanleihen
-
"In die Sonne schauen" nicht für Oscar als bester internationaler Film nominiert
-
Mutmaßliche Russland-Spionin Ilona W. in Untersuchungshaft
-
Deutschland berät mit EU-Partnern über Abschiebe-Zentren in Drittstaaten
-
Spionage für Russland: Berlin weist mutmaßlich Verantwortlichen aus
-
Eigenanteil für Platz im Pflegeheim weiter gestiegen - Rufe nach Reformen
-
Mutmaßliche Unterstützer prorussischer Milizen in Untersuchungshaft
-
Transparency nennt Münchner Urteil in Aserbaidschan-Affäre "Rechtsgeschichte"
-
Davos: Trump und weitere Staatschefs rufen "Friedensrat" offiziell ins Leben
-
Treffen zwischen Trump und Selenskyj in Davos begonnen
-
Schwerdtner kritisiert Merz' Auftritt in Davos als abgehoben
-
Justizbeamter veruntreut hunderttausende Euro: Haftstrafe in Niedersachsen
-
Attacke auf Rüstungsfirma in Ulm: Anklage gegen fünf Tatverdächtige
-
Dzeko-Deal perfekt: Altstar unterschreibt bei Schalke 04
-
CDU vor Landtagswahl in Baden-Württemberg weiter vorn - Grüne holen auf
-
AfD prüft eigenen Radiosender nach Vorbild der FPÖ
-
Fotos mit Landrat: Koblenzer Gericht erlaubt Wahlwerbung von Bürgermeisterkandidat
-
Polizei vereitelt offenbar Attacke von Klimaaktivisten auf Privatflieger von Merz
-
Krankenstand: Hausärzte fordern strengere Regeln für Online-Krankschreibungen
-
40-Jähriger vor Dortmunder Kiosk erschossen - unbekannte Täter flüchten
Bundesregierung weist in Spionagefall russischen Diplomaten aus
Nach der Festnahme einer Deutsch-Ukrainerin wegen mutmaßlicher Spionage für Russland hat die Bundesregierung scharf reagiert. Das Auswärtige Amt bestellte am Donnerstag den russischen Botschafter ein und wies einen Diplomaten Moskaus aus, der offenbar als Kontaktmann in der Spionageaffäre fungierte. "Russlands aggressives Handeln hat Konsequenzen", sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU). Die mutmaßliche Spionin Ilona W. wurde unterdessen in Untersuchungshaft genommen.
Ilona W. war am Mittwoch in Berlin festgenommen worden. Sie wird verdächtigt, einem russischen Geheimdienst Informationen übermittelt zu haben, unter anderem zum Ukraine-Krieg. Wegen "mutmaßlicher geheimdienstlicher Agententätigkeit" setzte der Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof am Donnerstag den Haftbefehl in Vollzug, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte.
Spätestens seit November 2023 soll die Frau der Bundesanwaltschaft zufolge geheimdienstliche Kontakte in die russische Botschaft gehabt haben. Unter anderem besteht demnach der Verdacht, dass sie Hintergrundinformationen über Teilnehmer hochkarätiger politischer Veranstaltungen zusammenstellte. Außerdem habe sie Erkundigungen über Standorte der Rüstungsindustrie, Drohnentests und geplante Lieferungen von Drohnen an die Ukraine eingeholt.
Einige Male soll die mutmaßliche Spionin außerdem ihrem Kontaktmann aus der Botschaft dabei geholfen haben, unter falscher Identität selbst politische Veranstaltungen in Berlin zu besuchen, um dort Kontakte aufzubauen. Das Auswärtige Amt bestellte in dem Fall nun den russischen Botschafter ein. Ihm sei mitgeteilt worden, dass ein als Diplomat akkreditierter Botschaftsmitarbeiter Deutschland "umgehend verlassen" müsse. Er habe "Spionage betrieben".
Bei dem Diplomaten soll es sich um den Führungsoffizier der mutmaßlichen Spionin handeln, der laut "Spiegel" stellvertretender Militärattaché der Botschaft in Berlin ist. Die Frau soll ihre gesammelten Informationen zum Ukraine-Krieg an ihren Kontaktmann weitergegeben haben.
"Wir haben klargemacht, dass das ein feindseliger Akt ist und dass geheimdienstliche Tätigkeiten in unserem Land völlig inakzeptabel sind, insbesondere unter dem Deckmantel der Diplomatie", sagte Wadephul bei seinem Besuch in Afrika. Dass der Betreffende mit sofortiger Wirkung zur unerwünschten Person erklärt worden sei, zeige: "Wir beobachten sehr genau, was Russland macht, und wir gehen dagegen vor."
Die russische Botschaft wies die Vorwürfe als "lächerliche, hastig zusammengeschusterte Provokation" zurück. Dies diene offenbar dazu, die russische diplomatische Vertretung im Rahmen einer "in Deutschland aktiv geförderten 'Spionagehysterie' zu diskreditieren", erklärte die Botschaft auf AFP-Anfrage. "Wir haben deutlich gemacht, dass die unfreundlichen Aktionen Berlins nicht unbeantwortet bleiben werden."
Ermittelt wird in dem Fall auch gegen zwei frühere Angehörige der Bundeswehr, welche die mutmaßliche Spionin persönlich kannte. Sie stehen unter Verdacht, ihr dienstliche Informationen gegeben zu haben - dabei ist unklar, ob sie wussten, dass diese offenbar an den Geheimdienst gehen sollten. Dem Bundesverteidigungsministerium zufolge handelt es sich um einen ehemaligen Stabsoffizier, der kürzlich in Pension ging, und um einen Beamten des höheren Diensts, der vor mehr als 15 Jahren die Bundeswehr verließ.
R.Flueckiger--VB