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Marokko geknickt: "Müssen Köpfe hochnehmen"
Der vom Elfmeterpunkt schier unüberwindbare Yassine Bounou schlich mit Tränen in den Augen vom Platz, Achraf Hakimi und Brahim Díaz standen wie versteinert in der Mitte des Stadions von Foxborough: Der Traum vom zweiten WM-Halbfinaleinzug in Folge ist jäh geplatzt für Marokkos Fußballer, Titelfavorit Frankreich mit seiner Starpower war im Viertelfinale zu stark, mit 0:2 (0:0) war der Afrikameister letztlich noch gut bedient.
"Wir sind sehr enttäuscht. Aber wir müssen versuchen, unsere Köpfe hochzunehmen, denn wir haben alles gegeben", sagte Marokkos Nationaltrainer Mohamed Ouahbi: "Wir müssen anerkennen, dass wir gegen eine großartige Mannschaft gespielt haben, sie hätten früher treffen können. Uns hat beim Umschalten etwas gefehlt."
Das Fehlen des Bayern-Neuzugangs Ismael Saibari, des besten marokkanischen Feldspielers im Turnier, war nicht zu kompensieren. Auch wenn Bounou gegen Frankreichs Torjäger Kylian Mbappé einen weiteren Elfmeter parierte (28.), bereits seinen vierten bei einer WM - mehr hat kein Spieler der Geschichte aufzuweisen - fehlten offensiv die Möglichkeiten: Frankreich gab 22 Schüsse ab, Marokko nur fünf. Die Niederlage aufgrund der Treffer von Mbappé (60.) und Weltfußballer Ousmane Dembélé (66.) war verdient.
Die nächsten Ziele Marokkos? "Erneut den Afrika-Cup gewinnen. Darum geht es bei jedem Turnier. Wir haben einen starken Verband, wir haben fantastische junge Spieler", sagte Ouahbi. Und: "Wir können uns noch entwickeln", betonte der Coach des Co-Gastgebers der nächsten Weltmeisterschaft.
R.Buehler--VB