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Internationales Komitee vom Roten Kreuz mit Marion-Dönhoff-Preis geehrt
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ist mit dem Marion-Dönhoff-Preis für internationale Verständigung und Versöhnung 2025 ausgezeichnet worden. Überreicht wurde die gemeinsam von der Marion-Dönhoff-Stiftung, der Wochenzeitung "Die Zeit" und der "Zeit"-Stiftung Bucerius vergebene Auszeichnung am Sonntag im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Das IKRK setze sich "in beispielloser Weise" für die Opfer bewaffneter Konflikte ein, betonte die Stiftung.
Laudatorin Serap Güler (CDU), Staatsministerin im Auswärtigen Amt, hob die Rolle des IKRK bei der Verteidigung des humanitären Völkerrechts hervor. "Das humanitäre Völkerrecht wird in den heutigen Kriegen mit Füßen getreten", erklärte Güler. Keine Institution "war so zentral für die Entwicklung des humanitären Völkerrechts wie der diesjährige Preisträger".
IKRK-Präsidentin Mirjana Spoljaric Egger würdigte den weltweiten Einsatz ihrer Kolleginnen und Kollegen. "Dieser Preis gehört all jenen, die tagtäglich unermüdlich Menschen in Konfliktgebieten Hilfe und Hoffnung bringen", erklärte sie. "Er ehrt insbesondere alle humanitären Helfer, die jedes Jahr im Einsatz ihr Leben verlieren."
Der seit 2003 jährlich von einer Jury verliehene Preis ist nach der 2002 verstorbenen früheren "Zeit"-Herausgeberin und Publizistin Marion Gräfin Dönhoff benannt. Zu den Preisträgern der jüngeren Zeit gehörten der israelische Autor David Grossman, der verstorbene frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP) und die Mitbegründerin der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial, Irina Scherbakowa.
Das IKRK wurde 1863 gegründet und ist Teil der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, die weltweit humanitäre Hilfe leisten. Der Förderpreis der Stiftung wurde am Sonntag im Schauspielhaus an die Organisation EinDollarBrille überreicht, die Menschen in ärmeren Ländern Zugang zu bezahlbaren Brillen ermöglicht. Haupt- und Förderpreis sind mit jeweils 20.000 Euro dotiert.
C.Koch--VB