-
Arbeitssieg im Wunderdorf: Bayern stoppt Aufsteiger Elversberg
-
Frühes Rot - City gewinnt Manchester-Derby dennoch
-
47,10: Agyekum pulverisiert seinen Hürden-Rekord
-
Söder warnt vor Scheitern der Bundesregierung - Kretschmer: Brauchen CSU-Gen
-
Russland greift Bahnstrecken in der Ukraine an - Zug nach Polen getroffen
-
Blech statt Bronze: DBB-Frauen gehen beim Heimturnier leer aus
-
Französische Rechtspopulistin Le Pen stellt Vorrechte für Franzosen in Aussicht
-
Nächste Klatsche: HSV tief in der Krise
-
Golf: Henseleit gewinnt erstmals Solheim Cup mit Team Europa
-
Mit Rennglück: Antonelli triumphiert auch in Madrid
-
Trump: Ukraine soll Angriffe auf russische Raffinerien einstellen
-
SPD in Schleswig-Holstein kürt Parteichef Kämpfer zu Spitzenkandidat für Landtagswahl
-
Türkei: Zahlreiche Festnahmen bei Razzien in Bars und gegen LGBTQ-Organisationen
-
Kiew: Systematischer Angriff Russlands auf Schienennetz - Zug Richtung Polen getroffen
-
Israels Botschafter Prosor warnt: Deutschland ist "Terrorziel" der Hamas
-
Berliner Seriensieger gewinnen auch in Osnabrück
-
Huthis verstärken nach Offensive im Jemen Angriffe gegen Saudi-Arabien
-
Gefahren durch KI: Digitalministerium gegen Stopp der Entwicklung in Europa
-
張國榮70歲誕辰音樂會西九舉行 唐鶴德錄音致意
-
Frau bei antisemitischem Angriff mit abgebrochener Glasflasche in Berlin verletzt
-
Parlamentswahl in Schweden: Enges Rennen erwartet - Rechtspopulisten wollen in die Regierung
-
鏈球選手周柏言身形被質疑 教練指出其香港青年紀錄成績
-
World Athletics hält an Russland-Sanktionen fest
-
iPhone 18預購後出現可疑扣款 四間銀行調查未授權交易
-
Söder stellt sich hinter Merz: CSU-Chef schließt Kanzlersturz für seine Partei aus
-
Warnungen vor KI-Risiken - Anthropic-Chef fordert langsameres Entwicklungstempo
-
Linienbus in Berlin fährt gegen Baum: 15 Menschen teils schwer verletzt
-
Wanderer im Allgäu fürchtet Bärenattacke: Polizei identifiziert Hirsche
-
KI und neue Standards: Wege zur Senkung der Sepsissterblichkeit in Deutschland
-
《浪花男女》辦特別謝票場 馮志強談票房與導演客串拍攝
-
Filmfestival von Venedig: Goldener Löwe geht an Regisseurin May el-Toukhy für "Woman Unknown"
-
Zu betrunken für Alkoholtest: Mutter baut Unfall mit dreijährigem Kind in Auto
-
Galaxy Tab S12系列效果圖曝光 Ultra擬配雙鏡頭及瀏海螢幕
-
Linienbus fährt gegen Baum: Elf teils schwer Verletzte in Berlin
-
Trainer Polanski bei Gladbach entlassen
-
Tägliche Rätsel der Badischen Zeitung: Sudoku, Wordle und Kreuzworträtsel
-
Altman: OpenAI wird 2026 nicht an die Börse gehen
-
فليك يضم حمزة عبد الكريم إلى قائمة برشلونة بعد أربعة أهداف في الإعداد
-
حمزة قورقماز يناقش العلاقة بين وضوح المبادئ واحترام الاختلاف
-
بزشكيان يؤكد رفض الاستسلام وسلطات إيران تعلن مقتل شخص في استهداف سفينة
-
اليورو يستقر في البنوك المصرية وأعلى سعر للبيع 59.85 جنيه
-
Frau bei antisemitischer Attacke mit abgebrochener Glasflasche in Berlin verletzt
-
Enges Rennen bei Parlamentswahl in Schweden erwartet - Andersson gibt Stimme ab
-
Bilger drängt Bahn zur Wiedereinführung der vergünstigten Familienreservierung
-
Medien: Trainer Polanski tritt bei Gladbach zurück
-
Berliner BSW-Spitzenkandidat verteidigt Zusammenarbeit mit AfD in Sachsen-Anhalt
-
Chile: Mehr als 280 Festnahmen bei Demonstrationen zum Gedenken an Opfer der Diktatur
-
Muslic träumt von Bosnien-Job: "Kann ich mir vorstellen"
-
Nach Trump-Post mit Nordamerika-Karte: Macron und Carney treffen sich in französischem Überseegebiet
-
Feuerwehr rettet Möwe von Rheinbrücke: Einsatz mit Drehleiter und spontanem Applaus
Klingbeil und Hubig wollen härter gegen Steuerhinterzieher vorgehen
Wer Steuern hinterzieht, soll nach Willen von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Bundesjustizministerin Stefanie Hubig künftig schärfer bestraft werden. Die beiden SPD-Politiker legten am Donnerstag einen Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität vor, der unter anderem vorsieht, die Straffreiheit bei Selbstanzeige in heutiger Form abzuschaffen. "Kriminelle sollen sich nicht mehr so leicht freikaufen können", sagte Klingbeil bei der gemeinsamen Vorstellung des Plans in Berlin.
"Steuerkriminalität ist keine Kriminalität der kleinen Leute. Der Verkäufer an der Kasse kann seine Lohnsteuer nicht einfach in eine Briefkastenfirma verlagern und die selbstständige Physiotherapeutin erzielt nie genug Einnahmen für illegale Finanzgeschäfte", sagte Hubig. "Und genau deshalb ist es so fatal, wenn Steuerkriminalität im großen Stil ohne spürbare Konsequenzen bleibt. Steuerkriminalität untergräbt das Vertrauen, dass Regeln für alle in diesem Land gelten." Es fehle jeder hinterzogene Euro bei den Schulen, der Polizei, der Bahn und der Justiz.
Den Plänen zufolge soll etwa Steuerhinterziehung wieder als Verbrechenstatbestand verankert werden, um besonders schwere Fälle "härter zu ahnden". Damit gälte eine Mindeststrafe von einem Jahr Haft. "Wir nehmen die Staatsanwaltschaften dadurch stärker in die Pflicht. Sie müssen in diesen Verfahren ermitteln", sagte Hubig. "Sie können Verfahren nicht aus Ermessensgründen einstellen."
Für organisierte Steuerkriminalität soll der Strafrahmen laut Aktionsplan auf bis zu 15 Jahre erhöht werden, "um etwa Fällen bandenmäßiger Steuerhinterziehung mit der nötigen Härte zu begegnen". Zur Abschreckung wollen Klingbeil und Hubig auch "den systematischen Datenerwerb" ausbauen. Bisher seien dafür die Länder zuständig, aber vom Aktionsplan gehe das Signal aus, dass auch der Bund sich "zuständig" fühle und den Datenerwerb anstrebe, sagte Klingbeil.
Zugunsten "aller ehrlichen Steuerzahler" wollen die SPD-Minister mit den Ländern das Steuerrecht vereinfachen. Dazu soll es etwa Pauschalierungen für eine einfachere Steuererklärung geben.
Zudem wollen Klingbeil und Hubig "Instrumente" ausbauen, mit denen "dubios erlangte Vermögenswerte" beschlagnahmt werden können. "Der Porsche und die Rolex sind dann erstmal weg und das wird Tätern richtig wehtun", sagte Klingbeil. Zur Abschreckung solle zudem ein öffentliches Register für Unternehmen eingeführt werden, "die wegen schwerer Steuerstraftaten sanktioniert wurden".
Um Finanzkriminalität wirksam zu bekämpfen, soll auch der Zoll gestärkt werden. Dort soll ein Zentrum gegen Steuer- und Finanzkriminalität entstehen, in dem Steuerfahnderinnen und -fahnder aus den Ländern, Ermittler und Analysten der Bundesbehörden zusammenarbeiten. Klingbeil sagte, in diesem Jahr würden 1500 zusätzliche Stellen beim Zoll geschaffen - wobei einige der Arbeitsplätze auch auf die Zoll-Einheit Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) entfielen.
Der Finanzminister wollte allerdings keine Summe nennen, die durch die Maßnahmen des Aktionsplan fließen könnte - da könne er nur spekulieren, da "wir nicht mal wissen aus wissenschaftlichen Analysen, wie groß die Schäden sind, die dem Staat entstehen". "Wir sind aber fest davon überzeugt, dass es sich lohnt, diesen Kampf für Gerechtigkeit aufzunehmen, dass es sich lohnt, mit denen, die den Staat betrügen, den Kampf zu verschärfen."
Der Aktionsplan sieht auch die Einführung einer Registrierkassenpflicht vor, die Union und SPD bereits im Koalitionsvertrag "für Geschäfte mit einem jährlichen Umsatz von über 100.000 Euro" vereinbart hatten. Auch sollen die Aufbewahrungsfristen für Buchungsbelege auf 15 Jahre verlängert werden.
Eine Verlängerung solcher Fristen hatte unter anderem die Organisation Finanzwende gefordert. Finanzwende-Vorständin Anne Brorhilker erklärte, die Organisation begrüße "eine ganze Bandbreite an sinnvollen Maßnahmen" in dem Aktionsplan. Das "lässt vermuten, dass die Bundesregierung den Kampf gegen Steuerkriminalität endlich ernst nimmt und mit den notwendigen Ambitionen vorantreibt". Nun müssten in der "gesetzlichen Umsetzung möglichst zeitnah Taten folgen".
Linken-Fraktionsvorsitzender Sören Pellmann erklärte, Klingbeil müsse nun konkrete Gesetzesiniativen liefern. Er empfehle ihm aber, "mal mit dem Kanzler" oder Unionsfraktionschef Jens Spahn zu sprechen, die hätten eher andere Prioritäten: "Ich wünsche mir einmal die Härte, die gegen Grundsicherungsbezieher:innen gezeigt wird, bei der Verfolgung von Steuerhinterziehung."
D.Schlegel--VB