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Zug erfasst Schulbus in Belgien: Vier Todesopfer
Tödliches Unglück am Bahnübergang: Beim Zusammenstoß zwischen einem Zug und einem Schulbus in Belgien sind zwei Kinder und zwei Erwachsene ums Leben gekommen. Fünf weitere Kinder wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft verletzt. Nach Angaben der Bahngesellschaft Infrabel war der Bus am Dienstagmorgen trotz geschlossener Schranke auf einen Bahnübergang gefahren.
Das Unglück ereignete sich um kurz nach 08.00 Uhr morgens in der Gemeinde Buggenhout nördlich der Hauptstadt Brüssel. Laut Bahngesellschaft wurde der Schulbus etwa einen Kilometer vor dem Bahnhof von einem Zug erfasst. Der Aufprall sei "extrem heftig" gewesen.
Zwei Kinder im Alter von zwölf und 15 Jahren, eine Aufsichtsperson und der Busfahrer kamen ums Leben, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft von Ostflandern sagte. An Bord des Schulbusses waren demnach fünf weitere Kinder, die ins Krankenhaus gebracht wurden. Ihr Zustand sei "stabil". Die Passagiere des Zuges blieben unverletzt, der Zug wurde geräumt.
Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen zur Unglücksursache auf. Nach Angaben der Bahngesellschaft zeigen Überwachungsvideos, dass der Schulbusfahrer trotz geschlossener Schranke und roten Warnlichts auf den Bahnübergang fuhr. Der Zug prallte demnach mit einer Geschwindigkeit von rund 120 Stundenkilometern auf den Bus. Der Bus wurde rund 15 Meter weit gegen einen Kabelmast geschleudert.
Der Bus war auf dem Weg zu einer Förderschule für Kinder mit geistigen Behinderungen und Verhaltensauffälligkeiten. "Das ist ein sehr belastender Tag für unsere Schule", sagte der zuständige Abgeordnete der Provinz Ostflandern, Kurt Moens. "Meine Gedanken sind bei den Familien", erklärte der belgische Regierungschef Bart De Wever im Onlinedienst X. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach den Familien ihr Mitgefühl aus. "Europa trauert heute mit Belgien", schrieb sie auf X.
R.Buehler--VB