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Kronenkranich ist Zootier des Jahres 2026 - Bestand in Wildnis nimmt stark ab
Der Kronenkranich ist das Zootier des Jahres 2026. Die in Afrika vorkommende Vogelart gilt in weiten Teilen des Kontinents als Glücksbote, wie der Verband der Zoologischen Gärten am Mittwoch mitteilte. Der Bestand in der Wildnis nimmt jedoch seit Jahren rapide ab. In Ostafrika sank die Population in den vergangenen 40 Jahren um 80 Prozent.
In Tansania leben nur noch etwa 2000 Exemplare. Gründe für die abnehmende Population sind Lebensraumverlust und die Zerstörung von Feuchtgebieten. Gefährdet wird die Art auch durch einen zunehmenden Einsatz von Chemikalien in der Landwirtschaft, Kollisionen mit Stromleitungen und den illegalen internationalen Wildtierhandel. Zudem wird der Vogel als Dekorationsobjekt oder Nahrungsmittel gejagt.
Charakteristisch für den Kronenkranich sind nach Angaben des Zooverbands sein Balzverhalten und sein Trompeten. Seine Flügelspannweite umfasst zwei Meter. In vielen Kulturen der Sahelzone gelten die Tiere als Wächter über die Gesundheit der Menschen. In Uganda ist der Kronenkranich Wappentier in der Flagge. Die Vogelart hilft dabei, die Entstehung riesiger Wanderheuschreckenschwärme einzudämmen, die ganze Ernten vernichten können.
Mit Spenden sollen Schutzprojekte für den Kronenkranich in Ostafrika unterstützt werden. Zum Beispiel sollen ein Geländefahrzeug und Motorräder finanziert werden, um den Projektteams den Zugang zu schwer erreichbaren Stellen zu ermöglichen.
"Wenn wir die Kraniche schützen, bewahren wir zugleich wertvolle Habitate, von denen unzählige weitere Arten abhängen und direkt profitieren", erklärte Viktoria Michel von der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz.
"Der Kronenkranich ist mehr als ein faszinierender Vogel - er ist ein Glücksbote, ein Symbol für Frieden und ein sensibler Gradmesser für den Zustand unserer Natur", erklärte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) als Schirmherr der Kampagne. Der Kronenkranich folgt auf das Gürteltier, das Zootier des Jahres 2025 war.
H.Gerber--VB