-
Millionen Kadaver: Chinesische Forscher entdecken größten Wal-Friedhof der Welt
-
Amnesty spricht von "ethnischer Säuberung" im Westjordanland - Israel weist Vorwurf zurück
-
Nach FCAS-Aus: Frankreich will bis 2040 eigenen Kampfjet entwickeln
-
"Sie halten uns zum Narren": Trump kündigt weitere Angriffe auf den Iran an
-
Skibergsteigen auch für Olympia 2030 vorgeschlagen
-
Nordrhein-Westfalen: Toter und Schwerverletzter gefunden - Mordkommission ermittelt
-
Copernicus: Vorhersagen deuten zunehmend auf sehr starken El Niño in diesem Jahr hin
-
Schulkind stirbt bei Kollision von Reisebus und Linienbus in Bayern
-
Wadephul: Neue Sanktionen gegen Israel derzeit "nicht geboten"
-
Nach ausländerfeindlichen Protesten wächst in Belfast die Sorge vor neuer Gewalt
-
Mannschaftsfoto und Training: DFB-Team setzt Vorbereitung fort
-
Nach Aus für FCAS-Kampfjet: Bundesregierung setzt auf europäische Nachfolgelösung
-
Klimawandel macht Gletscher instabil: Deutlich mehr Eisberge vor Grönland
-
Vor Messe in Sagrada Família: Papst Leo besucht Gefängnis und Abtei bei Barcelona
-
Rheinland-Pfalz darf frühere Hilfen für Flughafen Frankfurt-Hahn nicht rückfordern
-
Feuerwehr rettet Entenküken aus Kanalisation in Bremerhaven
-
Slots für ausländische Airlines: Bundesregierung für Marktöffnung in der Luftfahrt
-
13 neue Richterinnen und Richter für Bundesgerichte gewählt
-
Rechte Vorfälle bei Bundestags-Planspiel mit Jugendlichen: Fraktionen fordern Aufklärung
-
Epstein-Skandal: Bill Gates im US-Kongress befragt
-
Wadephul: Deutschland und Ungarn wollen Beziehungen "neu aufstellen"
-
Armbrustattacken auf Vögel an Moselufer: Polizei identifiziert Verdächtigen
-
Finanzlage der Krankenkassen noch schlechter als bisher gedacht
-
Trump: Iran hat sich "zu viel Zeit gelassen" in den Verhandlungen
-
Islamistisches Imam-Mahdi-Zentrum aus Nordrhein-Westfalen bleibt verboten
-
Tödliche Schlägerei in Diskothek in Schleswig-Holstein: Lange Haftstrafe
-
Iran-Krieg: US-Inflation steigt im Mai auf Drei-Jahres-Hoch
-
Nach Kampfjet-Aus: Merz will mit Frankreich weiter an Luftkampfsystem arbeiten
-
Bundesregierung erhofft Reformkonsens bei Sozialpartner-Treffen
-
Anlagebetrug über Callcenter in Millionenhöhe: Lange Haftstrafe für Mann in Bayern
-
Beschleunigter Glasfaserausbau: Recht auf Anschluss soll ausgeweitet werden
-
Iran-Krieg: US-Inflation steigt im Mai auf 4,2 Prozent
-
Amnesty International wirft Israel "ethnische Säuberung" im Westjordanland vor
-
Drei Tote nach Hausbrand in brandenburgischem Friesack entdeckt
-
Ausschreitungen bei ausländerfeindlichen Protesten in Belfast - London kündigt harten Kurs an
-
Observation von Maddie-Verdächtigem nicht verlängert - Polizei legt Beschwerde ein
-
Bundesregierung strebt europäische Nachfolge für FCAS-Kampfjet an
-
Zwergflusspferd in Berliner Zoo heißt Brötchen
-
Prozess um mutmaßlichen Mord an US-Touristin ab 18. August in Koblenz
-
Hitze als neue Normalität: Vergangener Monat zweitwärmster Mai seit Beginn der Aufzeichnungen
-
Krankenkassen werfen Bund "Symbolpolitik" bei finanzieller Entlastung vor
-
Reisebus mit Schulkindern kollidiert mit Linienbus: Mehrere Verletzte in Bayern
-
Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage: Polizei stoppt 15-jährige Autofahrer
-
Mette-Marits wegen Vergewaltigung angeklagter Sohn kommt doch nicht aus U-Haft frei
-
Medien: Leverkusen gewinnt Rennen um Hertha-Juwel Eichhorn
-
Mit Schockanruf um hunderttausend Euro geprellt - vermehrt russischsprachige Opfer
-
28-Jähriger in Berlin wegen Verbreitung von IS-Propaganda angeklagt
-
Kinderpornografie in Darknet angeboten: Spezialkräfte nehmen Mann in Bremen fest
-
Zahl der Petitionen an den Bundestag um ein Drittel gestiegen
-
EU-Behörde: Ewigkeitschemikalie TFA hat schädliche Wirkung bei der Fortpflanzung
Nach Aus für FCAS-Kampfjet: Bundesregierung setzt auf europäische Nachfolgelösung
Nach dem Ende des deutsch-französischen Kampfjet-Vorhabens FCAS strebt die Bundesregierung eine europäische Nachfolgelösung an. Darüber werde nun mit Partnern in Europa und auch der Industrie beraten, sagte Vizeregierungssprecher Steffen Mayer am Mittwoch. Ein Konsortium um den Flugzeugbauer Airbus will am Donnerstag eine Absichtserklärung für ein mögliches Nachfolgeprojekt unterzeichnen. Kanzler Friedrich Merz (CDU) machte seinerseits klar, dass er mit Frankreich andere Teile des FCAS-Vorhabens weiterführen will.
Für die Bundesregierung habe die Kampfjet-Frage eine "hohe Priorität", sagte Regierungssprecher Meyer. Dabei gebe es in Berlin "ein Interesse an europäischen Lösungen". Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.
Die deutsche und die französische Regierung hatten neun Jahre nach der Ankündigung am Montag das Ende der Entwicklung eines gemeinsamen Kampfjets bekannt gegeben. Grund war Streit zwischen dem französischen Hersteller Dassault und dem Airbus-Konzern über die Führung in dem Projekt.
Der Chef der Airbus-Rüstungssparte, Michael Schöllhorn, präsentierte den mit sieben weiteren Firmen geplanten Vorschlag für ein Nachfolgeprojekt am Mittwoch als europäisches Vorhaben. "Wir plädieren nicht für einen deutschen Alleingang", sagte Schöllhorn, der auch Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrt (BDLI) ist. "Wir denken europäisch und wir wollen die deutsche Industrie aber wesentlich und in verantwortlicher Rolle beteiligt sehen."
Die Allianz will am Donnerstagnachmittag eine Absichtserklärung zu der Kampfjet-Alternative bei der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin unterzeichnen. Die weiteren beteiligten Unternehmen sind der europäische Rüstungskonzern MBDA sowie die deutschen Firmen Autoflug, Diehl Defence, Hensoldt, Liebherr, MTU Aero Engines sowie Rohde & Schwarz.
In einem Brief an Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) drängen die Allianz-Partner auf einen schnellen Beschluss der Bundesregierung. "Wir benötigen hierfür jetzt eine Entscheidung und Finanzierungszusage", heißt es in dem Schreiben, das der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Vergabeentscheidungen müssten in diesem Jahr fallen, auch damit das im Zusammenhang mit FCAS "aufgebaute Know-How und die industriellen Ressourcen" erhalten blieben.
Ob sich die Bundesregierung tatsächlich für diesen Anbieter entscheidet, ist offen. Pistorius hatte am Dienstag vier mögliche Optionen nach dem FCAS-Aus genannt: die Beschaffung weiterer US-Kampfjets von Typ F35, den Einstieg in ein bereits laufendes internationales Projekt oder eine Neuentwicklung unter deutscher Führung. Er nannte zudem eine vierte Option, die er aber nicht genauer beschreiben wollte.
Merz betonte, er und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hätten es sich mit der Entscheidung zum Aus des FCAS-Kampfjets "wirklich nicht leicht gemacht". "Über Monate haben wir zusammen mehrere Anläufe unternommen, um die beteiligten Unternehmen zu einer Einigung zu bewegen", sagte der Kanzler bei der ILA-Eröffnung. Es sei aber nicht gelungen.
Durch die Entscheidung gegen den gemeinsamen Kampfjet sei nun "eine langjährige Blockade" aufgehoben, betonte Merz. "Der eigentliche Kern von FCAS" solle zudem mit Frankreich weitergeführt werden. Dabei geht es um das Kommunikations- und Luftkampfsystem. Hier liege "eine große Chance eines zentralen deutsch-französischen verteidigungsindustriellen Zukunftsprojekts", sagte Merz. Wie die Zusammenarbeit hier genau aussehen soll, würden die Verteidigungsminister beider Seiten bis zum nächsten deutsch-französischen Regierungstreffen im Juli erarbeiten.
BDLI-Präsident Schöllhorn begrüßte die Entscheidung, FCAS als europäisches, offenes und "vernetztes System verschiedenster Plattformen" weiterzuführen. Er versicherte: "Wir stehen bereit, Verantwortung zu übernehmen."
B.Baumann--VB