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Zugunglück mit 45 Toten in Spanien: Hinweise auf Schienenbruch verdichten sich
Nach dem schweren Zugunglück im Süden Spaniens mit 45 Toten haben sich Hinweise auf einen Schienenbruch als Ursache verdichtet. Bei der Untersuchung des in Andalusien entgleisten Zuges des Bahnunternehmens Iryo wurden "Einkerbungen" an den rechten Rädern von vier Waggons entdeckte, wie es in einem am Freitag veröffentlichten vorläufigen Bericht der spanischen Untersuchungskommission für Eisenbahnunfälle (Ciaf) hieß. Diese Einkerbungen und eine "Verformung" an der Schiene deuten demnach auf einen Schienenbruch hin.
An den rechten Rädern von drei weiteren Zügen, die in den Stunden vor dem Unglück auf demselben Gleis gefahren waren, wurden demnach übereinstimmende Einkerbungen entdeckte. Die Ermittler vermuten daher, dass der Riss in der Schiene schon vor der Durchfahrt des Iryo-Zuges und nicht erst durch die Entgleisung entstand. Zur Bestätigung dieser Hypothese sollen nun weitere Berechnungen und Analysen vorgenommen werden.
In der Nähe von Adamuz nordöstlich von Córdoba war am Sonntag ein Hochgeschwindigkeitszug von Iryo entgleist und mit einem entgegenkommenden Hochgeschwindigkeitszug der spanischen Staatsbahn Renfe zusammengestoßen, der ebenfalls entgleiste. 45 Menschen kamen ums Leben, darunter auch eine Deutsche.
Das Unglück hatte sich auf gerader Strecke ereignet. Nach Angaben des spanischen Verkehrsministers Oscar Puente war der Streckenabschnitt erst kürzlich saniert worden. Der Iryo-Zug war demnach "praktisch neu" gewesen. Ein Versagen der Lokführer wurde ebenfalls ausgeschlossen, da beide Züge die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht überschritten hatten. Die Ermittlungen am Unglücksort dauerten am Freitag noch an.
A.Ammann--VB