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Wegen "nationaler Sicherheit": USA stoppen Offshore-Windprojekte
Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat alle größeren Offshore-Windprojekte vor der Küste der Vereinigten Staaten vorerst gestoppt. Das Innenministerium in Washington begründete dies am Montag mit "nationalen Sicherheitsrisiken". Trump ist ein erklärter Windkraft-Gegner.
US-Innenminister Doug Burgum verwies in einer Erklärung darauf, dass Windräder Radar- und Navigationsanlagen stören können. Diese Störungen würden "durch die Bewegung massiver Turbinenblätter und die stark reflektierenden Türme verursacht", heißt es darin. Unter anderem militärische Ziele würden so verschleiert. Deshalb würden die Pachtverträge für alle im Bau befindlichen groß angelegten Offshore-Windprojekte in den Vereinigten Staaten ausgesetzt, bis das Verteidigungsministerium und andere Behörden technische Lösungen erarbeitet hätten.
Betroffen sind fünf Anlagen vor der US-Ostküste, die sich im Bau befinden. Im Onlinedienst X nannte Burgum die Windparks zudem "teuer, unzuverlässig und stark subventioniert". Eine einzige Erdgas-Pipeline liefere so viel Energie wie die fünf Projekte zusammen, behauptete er. Die geplanten Windparks sollten Strom für Millionen Haushalte an der dicht besiedelten US-Ostküste liefern.
Trump hatte bereits am Tag seines erneuten Amtsantritts am 20. Januar ein Dekret gegen den Ausbau der Windenergie unterzeichnet. In den vergangenen Monaten bezeichnete er Windanlagen als "Betrug" und behauptete, sie trieben "Wale in den Wahnsinn".
Nach Recherchen der BBC geht seine Abneigung auf einen Offshore-Windpark vor der Küste Schottlands zurück, wo Trump bereits 2006 - zehn Jahre vor seiner ersten Präsidentschaftskandidatur - den Bau eines Golfplatzes ankündigte. Trotz eines Gangs durch alle juristischen Instanzen konnte er den Windpark vor der Küste seiner Anlage bei Aberdeen nicht verhindern. Er argumentierte, Golfspielern werde damit die gute Aussicht genommen.
M.Vogt--VB