-
Keine "Remontada": Flicks Barca scheitert trotz Blitzstart
-
Kein Wunder: Wirtz und Liverpool scheitern an PSG
-
DEL-Halbfinale: München wehrt Mannheims ersten Matchpuck ab
-
Vereinigung Cockpit will Lufthansa Donnerstag und Freitag bestreiken
-
Umfrage: CDU vor Abgeordnetenhauswahl in Berlin weiter vorn
-
Selenskyj: US-Verhandler haben wegen Iran-Kriegs "keine Zeit für die Ukraine"
-
Trump deutet neue Iran-Gespräche in Islamabad an
-
Zwei Tote bei Absturz von Kleinflugzeug in Nordrhein-Westfalen
-
Gwinn verletzt: DFB-Frauen schlagen auch Österreich
-
Miami: Mascherano tritt als Messi-Coach zurück
-
Vergewaltigungsvorwurf: Harvey Weinstein erneut in den USA vor Gericht
-
US-Militär: Teilblockade der Straße von Hormus erfolgreich
-
Sudan-Konferenz: AU-Kommissionspräsident Youssouf fordert konkrete Ergebnisse
-
Fußball-WM: Boston treibt Transportkosten für Fans hoch
-
Mord an Großmutter: Lebenslange Haft für 24-Jährigen in München
-
"Historische Chance": Rubio empfängt Vertreter Israels und des Libanon in Washington
-
Lange Haftstrafen für Goldhelm-Diebstahl aus Museum in Niederlanden gefordert
-
Staatsanwaltschaft dementiert Bericht über Durchsuchung des Elysée-Palastes
-
Märkte rechnen mit Kriegsende in Nahost - Ölpreis sinkt
-
Frau betäubt und Vergewaltigung gefilmt: Lange Haftstrafe für Mann in München
-
Kompany sieht Eta-Beförderung als "Schlüsselmoment"
-
Prozess um Tod von Maradona wird nach Skandal um Richterin neu aufgerollt
-
Trump: Italiens Regierungschefin Meloni hat keinen Mut
-
Urteil: Identitärer Rechtsanwalt darf nicht in Bundeswehr dienen
-
Gericht erklärt Überwachung von Moscheeverein in Niedersachsen für rechtens
-
Eile bei Entlastungen: Koalition will Tankrabatt zum 1. Mai in Kraft setzen
-
Zukunft? Neuer will bald entscheiden
-
20 Milliarden Euro will Warken bei der Krankenversicherung einsparen
-
EU ruft neue Regierung in Ungarn zu Reformen auf - Debatte um eingefrorene EU-Gelder
-
Spanische Justiz überlässt Fall Fernandes gegen Ulmen den deutschen Behörden
-
Konkurrenz für Starlink: Amazon kündigt Kauf von Globalstar an
-
DFB trauert um früheren Teamarzt Heß
-
Direkte Gespräche: Israel strebt "Frieden und Normalisierung" mit Libanon an
-
Zverev mit Zittersieg in München
-
Ukraine und Deutschland erweitern Beziehungen zu Strategischer Partnerschaft
-
Lebenslange Haft für Brandstiftung mit zwei Toten in Berliner Monteursunterkunft
-
Ermittler durchsuchen Amtssitz des französischen Präsidenten
-
Iran-Krieg: IWF sagt Dämpfer für deutsche und Weltwirtschaft voraus
-
16 Verletzte bei Schusswaffenangriff in türkischer Schule - Mutmaßlicher Täter tot
-
Selenskyj verspricht Reparatur von Druschba-Pipeline bis "Ende April"
-
Preise an den Zapfsäulen wieder gestiegen - aber nur geringfügig
-
Frankreichs Präsident Macron fordert Wiederaufnahme der US-Iran-Gespräche
-
Kiew und Berlin vertiefen Kooperation bei Verteidigung und Wiederaufbau
-
Zwei Festnahmen bei Durchsuchungen wegen Betrugs mit Coronahilfen in München
-
Frankreichs Innenminister will Konzert von Rapper Kanye West verbieten
-
Bayern-Training mit Gnabry
-
Warken will kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern einschränken
-
Spanische Justiz gibt Fall Fernandes gegen Ulmen an deutsche Behörden ab
-
US-Vizepräsident Vance: Der Iran ist bei Friedensverhandlungen am Zug
-
Gutachter: Deutschlandticket nutzt Umwelt, Wirtschaft und Verbrauchern
Zufriedenstellende Ernte - Bauernverband beklagt aber "katastrophale Preislage"
Die Getreideernte in Deutschland ist zufriedenstellend ausgefallen, der Herbst verspricht eine gute Kartoffel-, Apfel- und Weinernte. Der Deutsche Bauernverband (DBV) beklagt allerdings eine "katastrophale Preislage" für viele Produkte von deutschen Feldern. Dazu kämen hohe Kosten und bürokratische Fesseln - Bauernpräsident Joachim Rukwied sieht die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirte hierzulande in Gefahr - und "langsam" auch die Versorgungssicherheit.
Laut Ernteschätzung werden in diesem Jahr rund 43,5 Millionen Tonnen Getreide geerntet. Damit liegt die Menge vier Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre und elf Prozent über dem schlechten Wert des Jahres 2024.
Bei der wichtigsten Getreidesorte, dem Winterweizen, legte die Erntemenge im Jahresvergleich von 17,8 Millionen Tonnen auf 21,7 Millionen Tonnen zu. "Dies liegt sowohl an besseren Erträgen pro Hektar als auch an der deutlichen Ausweitung der Anbaufläche im Vergleich zum Vorjahr", erklärte der Bauernverband. Auch bei Wintergerste und Winterraps wurden die Erntemengen aus dem Vorjahr übertroffen.
Allerdings habe die lange Regenzeit im Juli beim Weizen stellenweise die Ernte verzögert - Folge seien Qualitätseinbußen, sagte Rukwied. Das Getreide sei dann nicht mehr fürs Brötchen geeignet, sondern "nur noch für den Futtertrog".
Bei vielen anderen Kulturen ist die Ernte in diesem Jahr durchschnittlich. "Teilweise konnten zufriedenstellende Erträge erreicht werden - wie etwa bei Frühkartoffeln oder Kirschen", erklärte der Verband. Herbstkulturen wie Mais, Zuckerrüben und weitere Gemüsekulturen wie Kohl konnten von den Niederschlägen profitieren.
Doch die Marktsituation insbesondere beim Getreide sei "desaströs", sagte Rukwied. Verantwortlich dafür sei auch Russland, das seine Ernten auf den globalen Märkten platziere "und mit niedrigen Preisen reingeht". Getreide aus der Ukraine lande vor allem in Osteuropa, was dort für Preisdruck sorge.
Auch für Wein gebe es nicht genug Geld, der Konsum gehe weltweit zurück, getrunken würden immer mehr ausländische Weine. Dabei seien deutsche Weine "Spitze".
Die Kosten auf der anderen Seite würden steigen, klagte Rukwied. Besonders schwer hätten es hier die Betriebe, die nicht auf Maschinen zurückgreifen könnten, sondern Arbeitskräfte brauchen, weil sie den - bald steigenden - Mindestlohn zahlen müssten - etwa Erdbeer- oder Spargelbauern. Das sei ein Nachteil im Wettbewerb etwa mit polnischen oder spanischen Betrieben, die einen Mindestlohn von sieben oder acht Euro zahlten.
Hier brauche es eine "Sonderlösung" für die Landwirtschaft, bekräftigte Rukwied. "Sonst sind wir bald auf dem Weg dahin, dass möglicherweise kaum mehr Erdbeeren aus Deutschland auf dem Teller landen können."
Von der Politik fordert der Bauernpräsident ein "wirkungsvolles Maßnahmenpaket zur Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit", Bürokratieabbau und "gezielte Entlastungen". Er nannte etwa Investitionsanreize für Tierhalter, die neue Ställe bauen wollen, Förderprogramme für neue Techniken etwa zur Bodenbearbeitung und schnellere Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel - am besten auf europäischer Ebene.
Insgesamt gehe es in Deutschland nicht nur die Verteidigungsfähigkeit, sagte der Bauernpräsident. "Es geht auch um Versorgungssicherheit. Und hier gehen wir langsam ins Risiko."
S.Leonhard--VB