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Fast jedes vierte Einfamilienhaus war 2022 ein Fertighaus
Fast jedes vierte im vergangenen Jahr fertiggestellte Einfamilienhaus (22,8 Prozent) in Deutschland ist ein vorgefertigtes Haus aus der Fabrik. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, wurden 2022 rund 17.600 Einfamilien-Fertighäuser errichtet, drei Prozent mehr als im Vorjahr. Der Neubau von Einfamilienhäusern in konventioneller Bauweise ging hingegen um 2,7 Prozent auf rund 59.500 zurück. Im Jahr 2012 hatte der Anteil der Fertighäuser an den Einfamilienhäusern noch bei 15,3 Prozent gelegen.
Dabei machen Preissteigerungen bei Baumaterialien wie Holz, Lieferengpässe und der Fachkräftemangel auch vor den Fertighäusern nicht Halt. Die Preise für Einfamilienhäuser in diesem Segment stiegen im Vergleich zu 2021 um 15,2 Prozent. "Das ist die höchste gemessene Preissteigerung gegenüber einem Vorjahr seit Beginn der Erhebung im Jahr 1968", erklärte das Statistikamt. Im Zehnjahresvergleich habe sich der Bau von Einfamilienfertighäusern um über 65 Prozent verteuert.
Das Statistikamt vermutet, dass sich der Trend zum Fertighaus auch 2023 fortsetzen wird. Zwar seien 2022 weniger Baugenehmigungen als im Vorjahr erteilt worden, allerdings fiel der Rückgang geringer aus als bei den konventionellen Häusern. Insbesondere die schlechteren Finanzierungsbedingungen und hohe Kosten für Material dürften laut Statistikamt Gründe für weniger Bauvorhaben sein.
Insgesamt wurden 2022 gut 20.000 Gebäude in Fertigbauweise gebaut. Den größten Anteil (86 Prozent) machen dabei die Einfamilienhäuser aus, es folgen Zweifamilienhäuser (gut zehn Prozent) und Gebäude mit drei oder mehr Wohnungen (3,5 Prozent).
J.Bergmann--BTB