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USA wollen Abrams-Kampfpanzer im Herbst an Ukraine liefern
Die USA wollen der Ukraine die versprochenen Abrams-Kampfpanzer im Herbst liefern und damit schneller als erwartet. Der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, Pat Ryder, sagte am Dienstag, in Absprache mit Kiew würden die USA der Ukraine Modelle vom Typ M1A1 schicken und nicht wie ursprünglich geplant vom Typ M1A2. Das würde es den USA erlauben, die Auslieferung deutlich zu beschleunigen "und der Ukraine diese wichtige Fähigkeit bis zum Herbst dieses Jahres auszuliefern".
Die Abrams-Kampfpanzer vom Typ M1A1 hätten "sehr ähnliche Fähigkeiten wie der M1A2", sagte der Pentagon-Sprecher weiter, ohne auf Unterschiede zwischen den verschiedenen Modellen einzugehen. Eine Auslieferung der M1A2 hätte demnach bis ins nächste Jahr gedauert.
Die USA wollen auch die Auslieferung des Luftabwehrsystems Patriot an die Ukraine beschleunigen, wie Ryder sagte. Das Training ukrainischer Soldaten an dem Abwehrsystem sei "schneller gegangen als erwartet".
Die USA hatten der Ukraine Ende Januar 31 Kampfpanzer vom Typ Abrams zugesagt. Am selben Tag hatte die Bundesregierung die Lieferung von zunächst 14 deutschen Kampfpanzern vom Typ Leopard 2 aus Beständen der Bundeswehr angekündigt.
Die Bundesregierung hatte eine solche Lieferung wochenlang abgelehnt und betont, sie wolle keine nationalen Alleingänge. Ende Februar sagte der nationale Sicherheitsberater der USA, Jake Sullivan, in einem Fernsehinterview, US-Präsident Joe Biden habe der Lieferung der Abrams nur zugestimmt, weil Deutschland sonst keine Leopard-2-Panzer bereitgestellt hätte.
Das Pentagon hatte vor der Zusage der Panzerlieferung wiederholt erklärt, es halte die Abrams im Ukraine-Krieg eigentlich für militärisch ungeeignet.
G.Schulte--BTB