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Zwei Festnahmen bei Schlag gegen Menschenhandel mit Transmenschen
Bei Ermittlungen wegen Menschenhandels sind in Nordrhein-Westfalen zwei Beschuldigte festgenommen worden. Sie sollen einer Gruppe angehören, die über mehrere Jahre hinweg Transmenschen aus Brasilien nach Deutschland geschleust haben soll, um sie als Prostituierte finanziell auszubeuten, wie die rheinland-pfälzische Polizei in Mainz und die Staatsanwaltschaft im hessischen Gießen am Freitag mitteilten. Demnach wurde seit 2025 verdeckt gegen die Gruppe brasilianischer Herkunft ermittelt.
Neben dem Verdacht des Menschenhandels bestehe auch der Tatverdacht des gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern sowie der Geldwäsche. Die Ermittlungen führten nun zu den beiden Haftbefehlen, die in der vergangenen Woche vollstreckt wurden, und mehreren Durchsuchungen gegen Beschuldigte in Köln, Düsseldorf und im Raum Siegen in Zusammenarbeit mit der EU-Polizeibehörde Europol.
In Brasilien wurden darüber hinaus Bankkonten und Immobilien gepfändet. Zudem seien 13 Unternehmen durchsucht worden, die nach derzeitigem Ermittlungsstand als Briefkastenfirmen zum Zweck der Geldwäsche genutzt worden seien. Die beiden festgenommenen Tatverdächtigen wurden laut Polizei in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.
Nach Angaben der Ermittler mussten die geschleusten Opfer Servicegebühren an die brasilianische Gruppe zahlen, darunter eine einmalige Zahlung in Höhe von 10.000 Euro sowie weitere wöchentliche Gebühren. Zudem seien sie verpflichtet gewesen, 50 Prozent ihrer Einnahmen an die Gruppe abzutreten. Bei Verweigerung oder Ausstieg aus der Prostitution sei mit Konsequenzen für Familien im Heimatland oder einer Anzeige wegen illegalen Aufenthalts bei den deutschen Behörden gedroht worden.
L.Wyss--VB