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Brasilien: Abholzung von Amazonas-Regenwald auf neuem Tiefstand
Die Abholzung des Regenwalds im brasilianischen Amazonasgebiet hat in der ersten Jahreshälfte nach Angaben von Forschern den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2016 erreicht. Von Januar bis Ende Juni wurden 1295 Quadratkilometer Regenwald gerodet, erklärte am Freitag das Nationale Institut für Weltraumforschung (Inpe). Das entspricht einem Rückgang von 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Der seit Januar 2023 regierende linksgerichtete Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, der im Oktober zur Wiederwahl antritt, hat in Aussicht gestellt, die illegale Abholzung des Amazonaswalds bis 2030 komplett zu stoppen. Unter seinem rechtsradikalen Vorgänger Jair Bolsonaro waren dagegen viel größere Gebiete gerodet worden. In der ersten Jahreshälfte 2022 waren es zum Beispiel noch fast 4000 Quadratkilometer gewesen.
2022 wurde auch mit mehr als 10.000 Quadratkilometern vernichteten Amazonaswalds ein Jahreshöchstand erreicht - es war das letzte Regierungsjahr Bolsonaros. Seither sind die Zahlen stetig zurückgegangen.
Der Amazonas gilt als "grüne Lunge" des Planeten. Sein Regenwald nimmt in gigantischen Mengen Kohlendioxid aus der Erdatmosphäre auf und wirkt damit der Erderwärmung durch dieses Treibhausgas entgegen.
T.Suter--VB