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Europäische Börsen im Aufwind - Besonders Bankaktien erholen sich
Die Aktienkurse an den europäischen Börsen sind nach schweren Verlusten in der vergangenen Woche am Dienstag mit einem kräftigen Plus gestartet. Paris verzeichnete zu Handelsbeginn einen Anstieg um 1,08 Prozent, Frankfurt um 0,86 Prozent und London um 0,58 Prozent. Besonders stark erholten sich die Kurse von Banken: Die Aktie der italienischen Unicredit legte um 3,11 Prozent zu, die der Deutschen Bank um 2,46 Prozent.
Auch die asiatischen Märkte erholten sich am Dienstag vom Absturz des Vortags. Der Hang-Seng-Index der Hongkonger Börse legte über den Handelstag um 1,36 Prozent zu. Der wichtigste Index der Börse in Shanghai schloss mit einem Plus von 0,64 Prozent.
Die Not-Übernahme der Schweizer Problembank Credit Suisse durch die UBS am Wochenende hat die Märkte offenbar beruhigt. Die größte Schweizer Bank hatte die Nummer zwei des Landes am Sonntag nach tagelangen Verhandlungen für drei Milliarden Franken gekauft. Die Regierung in Bern nannte dies "entscheidend" nicht nur für die Schweiz, sondern für die Stabilität des gesamten globalen Finanzsystems.
Die Turbulenzen im Bankensektor und in der Folge auch an den Aktienmärkten hatten vor elf Tagen mit dem Zusammenbruch der Silicon Valley Bank begonnen. Weitere Banken gerieten daraufhin in Bedrängnis. Die Regierungen wichtiger Volkswirtschaften reagierten mit Zusagen staatlicher Unterstützung in kritischen Fällen.
Die Übernahme der angeschlagenen Credit Suisse durch die UBS wurde jedoch auch teils scharf kritisiert. Analysten warnten, es sei noch zu früh, um von einem Ende der Krise zu sprechen.
Der Blick richtet sich nun vor allem nach Washington und die am Mittwoch anstehende Leitzinsentscheidung der US-Zentralbank Federal Reserve. Beobachter gehen davon aus, dass sich die Fed mit weiteren Zinserhöhungen zurückhalten könnte.
F.Pavlenko--BTB