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Branchenverbände schlagen System zur Kennzeichnung von KI-erzeugter Musik vor
Mehrere Branchenverbände haben ein System zur Kennzeichnung von Musik vorgestellt, die ganz oder teilweise mit Künstlicher Intelligenz (KI) erschaffen wurde. "Die Fans wollen wissen, ob und wie generative KI genutzt wurde", erklärten der internationale Musikindustrie-Verband IFPI und der Verband der Musikindustrie in Amerika (RIAA) am Freitag. Der Initiative haben sich sechs weitere Vereinigungen angeschlossen.
Vorgesehen sind demnach zwei verschiedene Kennzeichnungen. Die erste Kategorie umfasst Musik, die hauptsächlich durch Künstliche Intelligenz erzeugt wurde. Dies betrifft etwa den Gesang oder die wichtigsten Instrumentalspuren.
Eine zweite Kennzeichnung soll für "KI-unterstützte" Musikaufnahmen verwendet werden, die "im Wesentlichen von Menschen geschaffen werden und menschliche Kreativität zum Ausdruck bringen", wie es in der Erklärung hieß. Sie dürfen einige KI-erzeugte Inhalte enthalten; der Gesang und die wichtigsten Instrumente müssen aber von Musikern aufgenommen worden sein. Das freiwillige Kennzeichnungssystem ist den Angaben zufolge für eine weltweite Einführung konzipiert und soll auch bei Streaming-Diensten zum Einsatz kommen.
Der Branchenverband Dima, der Streamingdienste wie Spotify, Apple Music und Amazon vertritt, erklärte, die Anbieter seien daran interessiert, detailliertere KI-Metadaten zu erhalten, um den Hörern mehr "Transparenz zu bieten". Spotify lehnte eine Stellungnahme zu der neuen Kennzeichnung am Freitag ab, Apple Music reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage zu der Initiative.
Der Streamingdienst Deezer hat bereits eine Kennzeichnung für KI-generierte Musik eingeführt. Nach Angaben von Deezer wird Künstliche Intelligenz bereits in fast jedem zweiten auf der Plattform neu veröffentlichten Song eingesetzt. Spotify führte im April die Kennzeichnung "Von Spotify verifiziert" ein, welche "die Authentizität und Vertrauenswürdigkeit" von Künstlern belegen soll.
T.Germann--VB