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Djokovic plant Rückkehr nach Wimbledon
Novak Djokovic packte seine Sachen, applaudierte dem Publikum am Centre Court der Church Road und verschwand in den Katakomben. Was für manchen Beobachter wie ein Abschied für immer aussah, soll lediglich ein Abschied auf Zeit sein. Auf die Frage, ob er noch einmal zum Rasenklassiker zurückkehren werde, antwortete der serbische Grand-Slam-Rekordsieger: "Das würde ich gerne, zumindest noch ein Mal. Mal sehen." Das klare Aus beim 4:6, 4:6, 4:6 im Halbfinale gegen Jannik Sinner hatte allerdings seine Spuren hinterlassen.
Eine ordentliche Pleite sei das gewesen, sagte Djokovic (38) mit einem müden Lächeln. "Natürlich bin ich enttäuscht. Natürlich wollte ich Wimbledon gewinnen. Das ist der Grund, warum ich mich immer noch so sehr ins Zeug lege. Aber ich habe einfach gegen einen besseren Spieler verloren. Das muss ich akzeptieren. Das ist natürlich hart." Sauer auf sich selbst sei er nicht: "Ich glaube nicht, dass ich allzu viel falsch gemacht habe. Ich war einfach ein oder zwei Klassen schlechter als er."
Sinner dominierte vor allem bei eigenem Aufschlag, ließ kein Break von Djokovic zu. Nach nur 2:20 Stunden verwandelte er seinen ersten Matchball zum Sieg. Seinen Ruf als bester Returnspieler sieht Djokovic nun nicht mehr gegeben. "Ich war es, das ist die Realität."
Ohnehin war der Serbe nachdenklich. Sein Abschneiden in Wimbledon sei "gut, aber nicht gut genug, denn ich bin gesegnet und zugleich verflucht, an das Höchstmaß an Ergebnissen und Erfolgen gewöhnt zu sein", sagte er und beschrieb einen "inneren Kampf" zwischen Genugtuung mit den jüngeren Spielern mithalten zu können und seinen hohen Ansprüchen. Den "Nervenkitzel des Wettkampfes" genieße er noch immer.
Positiv stimmt ihn immerhin der eigene Körper. "Das ist für mich einer der wichtigsten Punkte, eines der Highlights", sagte Djokovic: "Das war nicht immer der Fall. Bei so gut wie jedem großen Turnier gab es in den letzten zwei Jahren eine Verletzung. Das ist also eine gute Sache."
C.Bruderer--VB