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Mit Oma Natalia als Edelfan: Zverev bleibt auf Kurs
Die Machtdemonstration von Alexander Zverev verfolgte sein Edelfan aus nächster Nähe. Während der Hamburger auf dem Court Philippe-Chatrier den nächsten Schritt auf dem Weg zum ersten Grand-Slam-Sieg absolvierte, saß Oma Natalia in der Box des 29-Jährigen, stand immer wieder von ihrem Platz auf und klatschte begeistert angesichts der starken Leistung ihres Enkels. "Mein Großvater ist leider verstorben vor einiger Zeit. Da haben wir sie nach Europa gebracht", sagte Zverev nach dem 7:6 (7:3), 6:1, 6:3 im Viertelfinale der French Open gegen den spanischen Teenager Rafael Jódar.
"Es war relativ schwierig, ein Visum zu bekommen", führte der Tokio-Olympiasieger weiter aus: "Es hat länger gedauert, weil sie immer noch einen russischen Pass hat." Doch nun reise die Oma "ein bisschen mit und genießt das Leben, genießt ihre Enkelkinder und Urenkel". In ihrer Heimat Sotschi habe seine Großmutter "wenig zu tun", sagte Zverev, deswegen versuche sie, "so viel wie möglich bei uns zu sein".
Und so sah auch seine Oma, wie ihr Enkel nach anfänglichen Schwierigkeiten auf beeindruckende Art und Weise den Härtetest Jódar meisterte und zum fünften Mal in den vergangenen sechs Jahren das Ticket für das Halbfinale an der Seine buchte. "Ich musste erst meinen Rhythmus finden", sagte Zverev. Doch als er diesen schließlich hatte, hatte er "das Gefühl, dass es aus meiner Sicht ein gutes Spiel war".
Damit fehlen Zverev am Bois de Boulogne nur noch zwei Schritte bis zum großen Ziel. Dass nach Jódar im Halbfinale mit Joao Fonseca/Jakub Mensik wieder ein junger Wilder auf ihn wartet, spielt für den 29-Jährigen keine übergeordnete Rolle.
"Ich konzentriere mich auf mein Spiel. Und das, was ich kontrollieren kann, ist mein Tennis", sagte Zverev: "Für mich ändert sich mein Leben nicht sonderlich, ob ich jetzt gegen Novak Djokovic spiele im Halbfinale oder gegen einen von den jungen Jungs. Ich weiß, dass es hartes Match wird."
A.Kunz--VB