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"Nichts ist vorbei": Atubolu und Co. geben sich kämpferisch
Noah Atubolu gab sich kämpferisch. "Nichts ist vorbei", gab der tragische Held des SC Freiburg im Anschluss an die Last-Minute-Pleite im Halbfinal-Hinspiel der Europa League trotzig zu Protokoll: "Im Rückspiel ist alles möglich. Wir sind so gut zu Hause. Wir glauben an uns."
Seine Heimstärke braucht der Fußball-Bundesligist nach dem 1:2 (1:1) bei den Portugiesen von Sporting Braga, um am Donnerstag kommender Woche die erste Teilnahme an einem Europacup-Endspiel doch noch zu schaffen. Der SC hat alle Heimspiele in der laufenden Saison der Europa League gewonnen, das Finale am 20. Mai in Istanbul ist noch in Reichweite.
Dennoch war eine bessere Ausgangslage drin. Der Freiburger Rekordtorschütze Vincenzo Grifo (16.) hatte den frühen Rückstand durch Demir Ege Tiknaz (8.) egalisiert, Torwart Atubolu hielt einen Foulelfmeter (45.+2) - doch beim entscheidenden Gegentor von Mario Dorgeles (90.+2) sah der umworbene Keeper schlecht aus. Atubolu, der dem Vernehmen nach vor dem Abschied aus dem Breisgau steht, ließ den Ball vor die Füße von Dorgeles prallen.
"So ein unnötiges Gegentor, das ist unfassbar. Wir machen es uns selbst schwer", schimpfte "Elfmeter-Killer" Atubolu, der im vergangenen Jahr mit fünf gehaltenen Strafstößen in Folge einen Bundesligarekord aufgestellt hat, bei RTL: "Das Problem war, dass ich den Ball nicht sehe." Rekordnationalspieler Lothar Matthäus machte keinen Hehl daraus, dass Atubolu in der Szene "schlecht aussieht".
Für Trainer Julian Schuster war das späte Gegentor "sehr, sehr ärgerlich". Doch noch sei "alles drin", meinte der Coach: "Es ist erst die Hälfte gespielt. Zu Hause mit den Fans ist alles möglich. Aber ein paar Dinge müssen wir besser machen." Ähnlich sah es Grifo. "Das Ende überwiegt leider, das Tor tut uns weh", sagte der Routinier: "Aber ich glaube, dass wir zu Hause eine große Wucht haben."
T.Suter--VB