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Preuß verpasst Medaille in letztem Karriererennen
Biathletin Franziska Preuß hat in ihrem letzten Karriererennen die ersehnte olympische Einzelmedaille klar verpasst. Deutschlands Sportlerin des Jahres belegte im Massenstart über 12,5 Kilometer mit sieben Strafrunden Rang 28. Als das Podest außer Reichweite war, ließ es die 31-Jährige etwas ruhiger angehen und genoss die letzten Meter ihrer erfolgreichen Laufbahn. Bei den Wettkämpfen in Antholz holte sie Bronze in der Mixed Staffel, genau wie 2022 in der Frauen-Staffel in Peking.
Beste Deutsche beim Sieg der Französin Oceane Michelon wurde Vanessa Voigt, die mit einem Fehler beim letzten Schuss die greifbare Medaille vergab. 29 Sekunden fehlten aufs Podest. Das deutsche Team beendet damit die Winterspiele mit dem historischen Tiefstwert von einer Medaille, die bislang schwächste Ausbeute hatte es 2014 und 2022 mit jeweils zwei Medaillen gegeben. Preuß leistete sich in beiden Liegendschießen jeweils einen Fehler, spätestens mit den vier Strafrunden im ersten Stehendanschlag war das Rennen sportlich gelaufen.
Michelon ging nach insgesamt zwei Strafrunden auf Rang vier in die letzte Runde und lief noch ganz nach vorn. Dahinter landete ihre Landsfrau Julia Simon (1 Strafrunde/+6,6 Sekunden) vor der Überraschungs-Dritten Tereza Vobornikova (1/+7,4). Die Tschechin war in diesem Winter zuvor nie über Rang zehn hinausgekommen. Die viermalige Weltmeisterin Dorothea Wierer (2/+30,0) aus Italien wurde im letzten Rennen ihrer Laufbahn Fünfte, Janina Hettich-Walz (4/+1:41,6 Minuten) landete auf Rang 17.
Preuß hatte am Freitag ihr sofortiges Karriereende verkündet, die verbleibenden drei Weltcup-Stationen lässt sie aus. Vor den Spielen hatte die Gesamtweltcupsiegerin noch den exakten Zeitpunkt für ihr letztes Rennen offengelassen, doch nach den zahlreichen sportlichen Tiefschlägen in den vergangenen Wochen zog sie einen sofortigen Schlussstrich. Sie hinterlässt mit ihrem Abschied eine große Lücke im Aufgebot des Deutschen Skiverbandes (DSV).
R.Buehler--VB