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"Beinahe Totalausfall": Hummels rechnet mit dem BVB ab
Nach der Pleite bei Tottenham Hotspur ist Mats Hummels (37) mit seinen Nachfolgern bei Borussia Dortmund hart ins Gericht gegangen. "Die erste Halbzeit war leider beinahe ein Totalausfall", sagte der Weltmeister von 2014 in seiner Rolle als Experte bei Prime nach dem 0:2 (0:2): "Und ich glaube, ohne BVB-Vergangenheit würde ich das 'beinahe' weglassen." Die ersten 45 Minuten seien eines Champions-League-Spiels "nicht würdig" gewesen.
Der BVB erwischte in London schon einen richtig schlechten Start, lag nach dem Treffer von Christian Romero (14.) früh hinten. Und musste nach der Roten Karte für Daniel Svensson ab der 24. Minute in Unterzahl spielen, Dominic Solanke (37.) machte dann noch vor der Halbzeit alles klar.
Dortmund verliert durch die Niederlage in der Tabelle die Top Acht und damit den direkten Einzug ins Achtelfinale aus den Augen, kann aber weiterhin die Play-offs aus eigener Kraft erreichen. Zum Abschluss der Ligaphase trifft der BVB am 28. Januar zu Hause auf Inter Mailand.
Der Auftritt nach der Pause bei Tottenham macht Hummels für die Aufgabe gegen den italienischen Topklub wenigstens ein bisschen Hoffnung. In der zweiten Halbzeit habe man "dann gesehen, was vielleicht möglich gewesen wäre, wenn sie mit elf Mann von Anfang an mutig gewesen wären", sagte er.
Auch Trainer Niko Kovac sparte hinterher nicht mit Kritik an seinem Team. "Wenn du denkst, du kannst in der Champions League gegen einen vielleicht angeschlagenen Gegner so agieren, indem du nur versuchst, mit dem Ball etwas zu machen und ohne Körperlichkeit, dann wird es schwierig", sagte der Coach: "Mich ärgert eigentlich in erster Linie nicht nur das Ergebnis, sondern in allererster Linie die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind".
A.Ammann--VB