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Alle Deutschen raus: Clemens und Merk scheiden bei Darts-WM aus
Die Darts-WM geht ohne deutsche Spieler in die heiße Phase. Nach Ricardo Pietreczko und Martin Schindler schieden auch Gabriel Clemens und Arno Merk in der dritten Runde im Londoner Alexandra Palace aus. Clemens musste sich trotz einer leidenschaftlichen Aufholjagd und einem Average-Rekord dem Weltranglistenzweiten Luke Humphries mit 2:4 Sätzen geschlagen geben. Debütant Merk verlor anschließend mit 1:4 gegen den Niederländer Michael van Gerwen.
Humphries nutzte Clemens' Fehler auf die Doppel zu Beginn gnadenlos aus. Der 42-Jährige aus Saarwellingen steigerte sich, auch beim Stand von 0:3 gab er nicht auf. Clemens kam auf 2:3 ran, die Aufholjagd fand jedoch ein abruptes Ende, weil der "German Giant" in den entscheidenden Momenten im sechsten Satz patzte.
"Ich bin nicht ganz so gut gestartet, dann war ich ganz gut drin. Aber ich mache die zwei, drei Darts auf die Doppel nicht", sagte Clemens bei Sport1: "Ich habe es leider nicht geschafft. Bei einem 3:3 wäre es nochmal interessant geworden."
Insgesamt kam Clemens auf 101,49 Punkte im Schnitt, er spielte als erster Deutscher überhaupt bei einer WM einen Average von über 100 Punkten. Seinen eigenen deutschen Rekord von 99,94 Punkten aus dem Viertelfinalsieg über Gerwyn Price vor drei Jahren überbot der Saarländer damit.
Der dreimalige Weltmeister van Gerwen ließ Merk kaum eine Chance. Für den Debütanten aus Peine, der in Runde zwei überraschend Ex-Weltmeister Peter Wright (Schottland) ausgeschaltet hatte, war seine erste Weltmeisterschaft dennoch ein Erfolg. Auch gegen van Gerwen verkaufte sich der Qualifikant teuer.
Am Nachmittag war bereits Schindler ausgeschieden. Der Weltranglisten-13. kassierte gegen den Engländer Ryan Searle ein 0:4. Die deutsche Nummer eins gewann nur zwei Legs, die letzten neun gingen allesamt an den im PDC-Ranking sieben Positionen schlechter platzierten Searle. Die Partie war nach knapp 25 Minuten beendet. Schindler wartet somit weiter auf seinen ersten Einzug ins WM-Achtelfinale.
Pietreczko hatte am Samstag gegen den überraschend stark aufspielenden schwedischen Qualifikanten Andreas Harrysson mit 2:4 verloren. In Runde zwei war Max Hopp ausgeschieden, zum Auftakt unterlagen Lukas Wenig, Dominik Grüllich und Niko Springer. Mit vier Deutschen in Runde drei war der Rekord aus dem Vorjahr eingestellt worden.
Europameister Gian van Veen überzeugte hingegen einmal mehr. Beim 4:1 gegen den Letten Madars Razma wackelte der zweimalige Junioren-Weltmeister aus den Niederlanden nur kurz und zog souverän ins Achtelfinale ein.
C.Bruderer--VB