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Bewerbungsprozess: DOSB beantragt "Continuous Dialogue"
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat den nächsten Schritt im Bewerbungsprozess für Sommerspiele vollzogen und beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Lausanne die Aufnahme in den sogenannten "Continuous Dialogue" beantragt. Der Delegation gehörten DOSB-Präsident Thomas Weikert, die deutschen IOC-Mitglieder Kim Bui und Michael Mronz sowie Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, an.
Beim "Continuous Dialogue", einem regelmäßigen Austausch, sprechen Bewerber mit dem IOC früh und ergebnisoffen über Konzepte, Rahmenbedingungen und Erwartungen. Es geht dabei nicht um ein bestimmtes Austragungsjahr. Der DOSB hat die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 im Blick.
"Mit dem Eintritt in den Continuous Dialogue setzen wir ein klares Signal: Deutschland meint es ernst mit der Bewerbung", sagte Weikert: "Wir freuen uns auf den fortan noch intensiveren, partnerschaftlichen Austausch mit dem IOC und die Möglichkeit, den Traum von Olympischen Spielen in Deutschland weiter auszuarbeiten."
Zuletzt hatte die Bundesregierung ihre Unterstützung unterstrichen. In der Vorwoche stimmte das Kabinett von Bundeskanzler Friedrich Merz der Unterzeichnung der sogenannten "Politischen Vereinbarung zu einer deutschen Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele" zu.
"Olympische und Paralympische Spiele nach Deutschland zu holen, ist unser wichtigstes sportpolitisches Ziel", sagte Schenderlein in der Schweiz. "Warum wir die Spiele in unser Land holen wollen und dass wir an den Erfolg einer deutschen Bewerbung glauben, konnte ich der IOC-Präsidentin Kirsty Coventry im persönlichen Austausch heute näher begründen."
Denn Deutschland habe viele Stärken. "Wir können Sportgroßveranstaltungen", so Schenderlein, "wir lieben den Sport, er ist Teil unserer Identität als erfolgreiche Sportnation und unseres Zusammenhalts. Wir sind zuversichtlich, dass der Sport im nächsten Jahr den besten nationalen Kandidaten findet und wir dann international überzeugen."
In München war der Bürgerentscheid am 26. Oktober deutlich für eine Bewerbung ausgefallen. Das Referendum in Nordrhein-Westfalen soll am 19. April stattfinden, in Hamburg am 31. Mai abgestimmt werden. Der vierte Kandidat ist Berlin.
Der DOSB will auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 26. September 2026 in Baden-Baden entscheiden, welche Stadt/Region ins Rennen gehen wird. Deutschland war 1972 mit München zuletzt Olympia-Gastgeber.
"Mit dem heutigen Schritt ist Deutschland offiziell ein Interessent für die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele", teilte der DOSB am Freitag mit. Der weitere Entscheidungsweg werde auf der Mitgliederversammlung am 6. Dezember in Frankfurt/Main festgelegt.
E.Burkhard--VB