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Deutsche Flughäfen: "Massiver Passagierverlust" im April durch Streiks und Krieg
Der Iran-Krieg und der einwöchige Streik bei der Lufthansa haben dazu geführt, dass im April deutlich weniger Menschen in Deutschland geflogen sind: Das Passagieraufkommen sei "massiv" eingebrochen, teilte am Mittwoch der Flughafenverband ADV mit. Insgesamt hätten rund 1,65 Millionen Passagiere gefehlt. Die Streiks der Piloten bei der Lufthansa "rissen ein Loch von nahezu einer Million Passagieren".
Der Flughafenverband sprach von einer "gefährlichen Gemengelage" aus anhaltender Nahostkrise, ausufernden Streiks sowie Flugstreichungen infolge explodierender Kerosinpreise. Die aktuellen Zahlen seien ein "unüberhörbares Alarmsignal", erklärte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. "Dauerstreiks, geopolitische Krisen und drastisch steigende Airline-Betriebskosten treffen die deutschen Flughäfen mit voller Wucht – und reißen tiefe Lücken in die Konnektivität unseres Landes."
Deutschland sei von der "außergewöhnlichen Häufung externer Schocks" besonders hart betroffen. Zu den globalen Krisen kämen "hausgemachte Belastungen eines Hochsteuerstandorts", kritisierte Beisel. Fluggesellschaften reagierten mit Angebotskürzungen und Streckenstreichungen. Der ADV-Hauptgeschäftsführer verwies auf den irischen Billigflieger Ryanair, der vor kurzem eine Reduzierung seiner Flüge von und nach Berlin im Winterflugplan um die Hälfte angekündigt hatte. Ryanair begründete dies mit den hohen Gebühren am Flughafen Berlin und der Besteuerung des Luftverkehrs in Deutschland.
Beisel forderte von der Bundesregierung die "sofortige Aussetzung der Luftverkehrsteuer". Mittelfristig müsse sie "zumindest" halbiert werden.
A.Kunz--VB